Darum zieht der Phoenix-See zahlreiche Neu-Hörder an

mlzBevölkerungswachstum

Rund 1500 Menschen sind in den vergangenen drei Jahren nach Hörde gezogen. Im Vergleich mit anderen Stadtteilen ist das Bevölkerungswachstum demnach im Süden am größten. Warum ist das so?

von Verena Halten

Hörde

, 15.08.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um rund ein Prozent ist die Bevölkerungszahl in Dortmund in den vergangenen drei Jahren gestiegen. Doch die Anzahl der Bürgerinnen und Bürger ist in den Dortmunder Stadtteilen geschrumpft – zum Beispiel am Cityring-Ost. Das gilt jedoch nicht für Hörde, denn Hörde ist ungemein beliebt: Rund 1500 Menschen sind von 2016 bis 2018 nach Hörde und Umgebung gezogen.

Als Grund für den Anstieg ist die Anziehungskraft des Phoenix-Sees naheliegend. Denn in den vergangenen Jahren ist neuer Wohnraum am See entstanden ist. „Überraschend ist das aber nicht“, sagt Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris (SPD). Dass Hörde wächst, das sei das Ziel des Neubauprojektes Phoenix-See gewesen.

Was macht Hörde so beliebt?

Durchschnittlich sind etwa auf 100 Bewohner acht Neu-Hörder seit 2015 rundum den Phoenix-See hinzugekommen: Etwa drei davon kamen aus dem Bund oder dem Ausland nach Hörde, weitere drei zog es innerhalb Dortmunds nach Hörde und die übrigen zwei wurden in Hörde geboren. Und auch in Sachen Geburtenrate kann Hörde punkten: Etwa 450 Kinder wurden in den vergangenen drei Jahren in Hörde und am Remberg geboren.

Darum zieht der Phoenix-See zahlreiche Neu-Hörder an

Durch das Industriegebiet Gewerbegebiet Phoenix-West wurden zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen: Auch das hat den Stadtteil Hörde für viele Bürger attraktiver gemacht. © www.blossey.eu

Doch was macht Hörde so beliebt? Neben dem vielschichtigen und großen Wohnraumangebot sei vor allem das Freizeitangebot attraktiv, sagt Gaby Schulten von der Hörder Stadtteilagentur. Aber auch die Stimmung und das Image des Stadtteils haben sich in den vergangenen Jahren geändert, sind sich Schulten und Hillgeris einig. „Hörde wird heute anders wahrgenommen“, sagt Schulten. In Hörde könne man viel erleben und man sei ebenso schnell im Geschehen wie im Grünen.

„Das ging alles Hand in Hand“

Hinzu kommt laut Schulten und Hillgeris aber wahrscheinlich auch das Stellenwachstum, das mit Phoenix-West gekommen sei. „Das ging alles Hand in Hand“, sagt Hillgeris und spricht damit sowohl auf das Wachstum des Wohnraums und des Stellenangebotes sowie auf den Imagewandel des Stadtteils an; und man sei bei der Stadt sehr erfreut, dass der Plan, Hörde wieder attraktiver zu machen, aufgegangen sei.

Dass viele Bürger Hörde heute mit anderen Augen sehen, das merke er auch vor Ort ungemein, sagt Schulten: Zum Beispiel bei den vielen Events, die die Hörder Stadteilagentur anbietet. Diese seien heute zum einen besser besucht – zum anderen sei die Resonanz heute aber auch positiver, als sie noch vor fünf bis sechs Jahren war. Schulten: „Man merkt, dass Hörde im Aufbruch ist.“

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