Das Bürgerhaus in Dorstfeld nimmt konkrete Formen an

mlzAlte Waschkaue Zeche Dorstfeld

Konkrete Pläne und viele Zahlen beschreiben jetzt, wie es mit dem Bürgerhaus und dem Kinder- und Jugendtreff Dorstfeld in der ehemaligen Waschkaue der Zeche Dorstfeld weitergeht.

Dorstfeld

, 18.10.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ausgangslage: 2016 beschloss der Rat im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Dorstfeld die Einrichtung eines Bürgerhauses in der Waschkaue der ehemaligen Zeche Dorstfeld.

Stand
: Es gibt konkrete Pläne und Budgetplanungen: Das Gerüst steht, nun geht der Umbau der Waschkaue an der Wittener Straße zum Bürgerzentrum in die Umsetzung, sprich: Die politischen Gremien von Bezirksvertretung Innenstadt West bis zum Rat der Stadt beraten und beschließen die Pläne, die im Zuge der „Stadterneuerung Dorstfeld“ ausgearbeitet wurden. Danach - Anfang Dezember - könnten die Bauarbeiten beginnen.

Träger: Die Dorstfelder Bürgerhaus-Genossenschaft eG wurde als künftiger Träger und Betreiber des Bürgerhauses im September 2018 gegründet. Seit September 2019 werden Genossenschaftsanteile für je 250 Euro verkauft. „Wir haben - Stand jetzt - 103 Mitglieder“, sagt Wilhelm Schulte-Coerne, Vorstandsmitglied der Genossenschaft.

Die Genossenschaft muss zu den geschätzten Umbaukosten von rund 5 Millionen Euro 150.000 Euro beitragen in Form von Kapital, aber auch in Form von Eigenleistungen.

Die ersten Schritte: „Wir beginnen jetzt bald mit den ersten Arbeiten. Es muss an einer Stelle das Gemäuer freigelegt werden und wir müssen einen Mauerdurchbruch machen“, skizziert Schulte-Coerne die ersten Schritte.

Konzept: Das Bürgerhaus soll eine Begegnungsstätte für alle Generationen werden. Unter dem Titel „Baustein Jung & Alt“ soll es Angebote geben, bei denen die Generationen in einen „lebendigen Dialog“ miteinandertreten können.

Im persönlichen Kontakt sollen dann auch Vorurteile abgebaut werden. Geplant werden soll diese Kooperation mit der Genossenschaft, die mit den Besuchern und Jugendlichen unter Koordination von hauptamtlichen Mitarbeitern Angebote erarbeiten möchten.

Das Bürgerhaus in Dorstfeld nimmt konkrete Formen an

Einen ersten Eindruck von der lichten Offenheit in dem künftigen Bürgerhaus geben die Planungen der Architekten. © Visualisierung HWR

Schwerpunkt Medienkompetenz: Jugendliche sollen über Risiken und Gefahren im Netz gezielt aufgeklärt werden. Vor dem Hintergrund, dass viele Eltern sich hier überfordert fühlen, werde - so die Verantwortlichen - die Begleitung durch Fachleute in diesem Bereich immer wichtiger.

Kosten : Von den geschätzten rund 5 Millionen Investitionskosten trägt das Land Nordrhein-Westfalen circa 1,6 Millionen Euro, der Bund ungefähr 1,4 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Genossenschaft (s.o.) beläuft sich auf 150.000 Euro, die restlichen rund 1,44 Millionen Euro trägt die Stadt Dortmund.

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