Das Café Central eröffnet mit einem bekannten Gesicht neu

mlzBars in Dortmund

Seit Februar war das Café Central am Markt geschlossen. Jetzt öffnet es wieder mit neuem Konzept – und mit neuer Besitzerin. Für die schließt sich damit ein jahrelanger Kreis.

Dortmund

, 04.07.2019, 20:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Manchmal ist der Weg des Lebens eben ein Kreis. Schon als Schülerin und Studentin hat Nadine Ringwelske (heute 35) im damaligen Café Central am Markt gekellnert. Jetzt ist sie zurück – als Inhaberin. Am Freitag (5.7.) hat sie die Traditionskneipe unter dem Namen „Central“ mit geändertem Konzept neu eröffnet.

Seit Februar war das Ladenlokal geschlossen. Durch Zufall habe sie den vorherigen Pächter getroffen, erzählt Nadine Ringwelske, und beschlossen, das „Central“ zu übernehmen. Ganz gradlinig war der Weg dahin nicht.

„Ich habe eigentlich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der TU studiert. Dann eine Zeit als internationale Controllerin gearbeitet. Und dann wollte ich irgendwann surfen gehen.“ Ringwelske zieht nach Brasilien. Arbeitet in einem Kite-Surfing-Hotel. Schließlich kommt sie zurück in ihre Heimatstadt Dortmund.

Der James Bond unter den Caipirinhas

Findet sich von dieser Vorgeschichte etwas im neuen „Central“ wieder? „In Brasilien werden die Caipirinhas geschüttelt, dadurch verteilt sich der Zucker besser. Hier sieht man Leute immer in ihren Cocktails rühren.“

Aber im „Central“ gibt es nicht nur geschüttelte Cocktails und Bier. „Wir öffnen jeden Tag um 10, Ende offen“, sagt Nadine Ringwelske. Es gebe auch Frühstück und Mittagessen. Abends und am Wochenende sei das Central dann eine Bar. „Ich will aber auch ein bisschen herausfinden, was die Leute hier suchen und das Konzept entsprechend anpassen.“

Schwarz-rot-goldene Burger

Auf der Karte des „Central“ finden sich neben Salaten, Pasta und den üblichen Frühstücksgerichten auch Burger. Eine Besonderheit: Ein Dreierpack aus verschiedenen Burgern, einer in Schwarz, einer in Rot und einer in Gold.

Ein paar Klassiker sind auch gesetzt: „Man kann hier Fußball gucken, es gibt Stößchen und es wird geknobelt.“ Anders als im „Gänsemarkt“ gegenüber passiert das im „Central“ in eher schickem Ambiente. Eine Konkurrenz zu den Nachbarn sieht Ringwelske aber ohnehin nicht: „Es gibt in Dortmund genug Bedarf an Nachtleben.“

„Das hier war schon immer mein Wohnzimmer“, sagt Nadine Ringwelske. „Indem ich jetzt wieder hier bin, schließt sich für mich auch etwas ein Kreis.“ Wer sie in ihrem neuen alten Wohnzimmer besuchen möchte, kann das täglich ab 10 Uhr an der Adresse Markt 6 tun.

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