Das große Corona-Aus: Diese Gastro-Betriebe und Läden sind schon dicht

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Die Suppenfabrik zählte im April zu den ersten Corona-Opfern in Dortmund. Es folgte ein großes Corona-Sterben. Eine Übersicht über Schließungen – und die Gründe dafür (mit Karte).

Dortmund

, 15.06.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Trotz milliardenschwerer Hilfsprogramme, Soforthilfen und Kurzarbeiter-Geld in Rekordhöhe geben Geschäfte und Gastronomie-Betriebe in Dortmund reihenweise auf. „Wir müssen schließen“, steht an etlichen Eingangstüren.

Die zu Beginn der Corona-Pandemie bereits prophezeite Insolvenzwelle, sie scheint längst angerollt zu sein. Als in Dortmund zuerst Pascal Dürr und Martin Strauch den Insolvenzantrag für ihre „Suppen-Fabrik“ mit Corona begründeten, befürchtete der Finanzexperte Wolfgang Scharf von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dortmund/Witten, dass noch sehr viele Schließungen folgen könnten.

„Viele Unternehmen starten trotz einer langen Phase der Hochkonjunktur mit schlechten Voraussetzungen in die vielleicht größte ökonomische Krise der Nachkriegsgeschichte“, sagte Wolfgang Scharf.

Inzwischen haben wir über viele Geschäftsaufgaben bereits berichten müssen. Hier geben wir eine Übersicht, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Wir aktualisieren diesen Text laufend. Wenn Sie Informationen oder Hinweise zu weiteren Ladenschließungen haben, schicken Sie uns eine Mail an dortmunder-wirtschaft@mdhl.de. Bitte geben Sie für etwaige Rückfragen ihre Kontaktdaten an.

Zunächst ein Überblick mit den Gastronomie-Betrieben, die während der Corona-Krise geschlossen wurden:

Die Suppen-Fabrik

Es lief jahrelang gut für die Geschäftsführer Pascal Dürr und Martin Strauch. Vor zehn Jahren eröffneten sie an der Kaiserstraße 43 ihr erstes Suppen-Restaurant. Es folgten fünf weitere Standorte: an der Saarlandstraße, in Bochum, Münster und zwei in Essen. Mit dem Lockdown drohte dem Unternehmen Suppen-Fabrik die Zahlungsunfähigkeit und Dürr und Strauch stellen einen Insolvenzantrag. „Aufgrund der ausbleibenden Gäste und der damit natürlich fehlenden Umsätze waren wir nicht mehr in der Lage, alle Verbindlichkeiten zu bedienen“, sagte Geschäftsführer Pascal Dürr damals.

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Lokales

Ebenfalls nach zehn Jahren gab auch die Familie Döring ihren Gastronomie-Betrieb „Lokales“ auf. Das Café und Restaurant war eines der Aushängeschilder im Kreuzviertel. „Wir haben die Option gehabt, die Pacht für das Lokal stunden zu lassen. Auch haben einige Stammgäste uns angeboten, uns finanziell in der Krise auszuhelfen. Aber, es war nicht daran zu denken, Schulden anzuhäufen, wann man nicht weiß, ob man in absehbarer Zeit überhaupt Einnahmen macht“, sagte Peter Döring.

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Burger King

An ganz prominenter Stelle gab es jahrelang in der City einen Burger King, während der Corona-Pandemie hat die Filiale gegenüber der Reinoldikirche am Westenhellweg nun geschlossen. Die Schließung soll allerdings nichts mit der Corona-Krise zu tun gehabt haben.

Kronen am Rathaus

Über viele Jahre war die Kneipe „Kronen am Rathaus“ ein beliebter Treff für BVB-Fans und Nachtschwärmer in der Dortmunder City. Jetzt schließt Betreiber Frank Chagall die Kultkneipe an der Balkenstraße. „Wir können seit Mitte März die laufenden Kosten nicht mehr bedienen“, sagt er.

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Toni‘s Ristorante

Dem beliebten Italiener „Toni‘s Ristorante“ im Dortmunder Süden ging Ende April die Puste aus. Der Edel-Italiener an der Max-Brandes-Straße in Kirchhörde, den auch BVB-Profis zu schätzen wussten, wurde nach 16 Jahren geschlossen.

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Café Blickpunkt

Als die Lokale im Zuge der Lockerungen wieder öffnen durften, blieben im alteingesessenen Café Blickpunkt in Lütgendortmund die Lichter aus. Jede Rettung kam zu spät, wie Pächter Kai Schmitt erklärte. Erst im August 2019 hatten er und Joanna Smolka das Café vom Gründer Wilhelm Mohrenstecher übernommen.

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Maredo

Geschlossen ist das Dortmunder Maredo-Restaurant, das unweit vom Hansaplatz an der Balkenstraße liegt. Die Steakrestaurant-Kette Maredo hat Insolvenz angemeldet. Die Corona-Pandemie wurde als letzter Auslöser für die Zahlungsunfähigkeit benannt.

Cielo

Das Cielo in Hombruch musste nach sieben Jahren schließen. Das Restaurant wurde von führenden Gastronomie-Führern ausgezeichnet.

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Futterluke am Lütgendortmunder Hellweg

Seit Wochen schon vermissen die Kunden im Dortmunder Westen „ihre“ Futterluke am Lütgendortmunder Hellweg. Die Kult-Pommesbude ist seit dem 22. März geschlossen. Ob und wann sie nochmal öffnet, ist derzeit unklar.

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Coa am Friedensplatz

Für das asiatische Restaurant war eigentlich schon ein Investor gefunden - die Restaurantkette hatte Ende 2019 Insolvenz angemeldet. Wegen der Corona-Krise ist dieser Investor aber offenbar abgesprungen. Nun steht das Restaurant am Friedensplatz leer.

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Auch im Einzelhandel kommt es immer öfter zu Geschäftsaufgaben. Hier eine Übersicht, welche Geschäfte in Dortmund geschlossen wurden:

Flying Tiger

Am Westenhellweg nahe der Thier-Galerie schließt der Design-Shop „Flying Tiger“. Gründe für das Aus wurden von dem dänischen Einzelhandelsunternehmen bisher nicht genannt.

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Langjähriges Musikgeschäft Jellinghaus

„Just music“ heißt der Musikinstrumentenhändler gegenüber der Reinoldikirche und unweit der Brückstraße heute. Bekannt ist das Ladenlokal aber unter dem ehemaligen Namen „Musik Jellinghaus“. Das Geschäft, das es seit über 50 Jahren in der City gibt, schließt nun und „Just music“ fusioniert seine Filialen am Martener Hellweg in Dorstfeld. Eine derartige Überlegung soll es schon vor der Corona-Krise gegeben haben.

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Perfect Picture

Das Photostudio „Perfect Picture“ befand sich 22 Jahre lang an der Ecke Hansastraße/Kampstraße. Erst im Herbst vergangenen Jahres zog Inhaber Oliver Weinert zur Kampstraße 44 um. Dort steht jetzt „Wir müssen schließen“ an der Tür.

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Jay‘s Fashion Store

Kurz vor dem zehnjährigen Bestehen ist Schluss. Der exklusive Modeladen Jay‘s Fashion Store in Lücklemberg schließt. Seit das Pfingsten bekannt wurde, sammeln sich unter dem Post bei Facebook viele Kommentare von Kunden, die ihr Bedauern ausdrücken.

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Spielwaren Lütgenau

Jeder kennt Lütgenau - über 80 Jahre lang sorgte der Spielwaren-Laden in Dortmund für Kinderlachen. Jetzt kündigt das Traditionsgeschäft in der City das Aus an.

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