Corona verändert das Stadtbild – Impressionen aus dem Dortmunder Westen

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Leere Straßen, maskierte Menschen, Hamsterkäufer: Unser Fotograf Stephan Schütze hat mit seiner Kamera die Corona-Stimmung im Dortmunder Westen eingefangen.

von Beate Dönnewald, Stephan Schütze

Lütgendortmund

, 29.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unser Fotograf Stephan Schütze musste nicht lange nach „Corona-Motiven“ suchen. Seine Bilder aus dem Dortmunder Westen stimmen nachdenklich und traurig – aber wenigstens ein Foto lässt uns auch schmunzeln.

Vermummte Menschen in der Frühlingssonne

Frühlingserwachen in Dortmund: Normalerweise sitzen die ersten Sonnenhungrigen auf Parkbänken oder im Straßen-Café und genießen die warmen Strahlen auf ihrer Haut. Die Winter-Klamotten hängen endlich im Schrank, die Frühjahrsmode macht Lust auf Sommer.

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Der März 2020 sieht vielerorts anders. Menschen in der Frühlingssonne traf unser Fotograf in Lütgendortmund auch. Aber keine, die entspannt in die Sonne blinzeln. Dafür Menschen, die sich aus Angst vor dem Coronavirus nur mit Masken und Handschuhen auf die Straße wagen:

Menschen mit Handschuhen und Masken wie hier in Lütgendortmund sieht man immer häufiger in unserer Stadt.

Menschen mit Handschuhen und Masken wie hier in Lütgendortmund sieht man immer häufiger in unserer Stadt. © Stephan Schütze

Hämsterkäufer ohne Toilettenpapier und Nudeln

Nudeln, Toilettenpapier, Mehl: Weit verbereitet in der Corona-Krise ist die Angst vor Versorgungs-Engpässen. Die Folge sind seit Wochen andauernde Hamsterkäufe. Die Menschen klagen über leere Regale in Super- und Drogeriemärkten, über Wucherpreise und funken in den sozialen Netzwerken SOS.

Auch unser Fotograf beobachtete in Lütgendortmund einen Hamsterkäufer – der sich für Hygiene-Artikel oder Backzutaten aber herzlich wenig interessierte. Er verstaute lieber jede Menge Flüssiges in seinem Auto ...

Verdursten wird dieser Dortmunder vorerst nicht.

Bier statt Klopapier: Verdursten wird dieser Hamsterkäufer vorerst nicht. © Stephan Schütze

Eingesperrt und einsam durch die Krise

Keine Besuche in Altenheimen und Krankenhäusern – das Coronavirus sorgt für Einsamkeit. Vor allem ältere Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sollen nach Möglichkeit auf soziale Kontakte verzichten und zu Hause bleiben. So die Empfehlung.

Sogar Treffen mit Enkelkindern und Kindern sollten nach Möglichkeit tabu sein. In der Corona-Krise sind viele Menschen einsamer den je. Wer Glück hat, kann im Garten oder auf dem Balkon Sauerstoff tanken. Stephan Schützes Bild, das einen Senior allein auf einem tristen Balkon zeigt, geht ans Herz.

Allein auf einem schmucklosen Balkon: Viele ältere Menschen sind in der Corona-Krise einsamer denn je.

Allein auf einem schmucklosen Balkon: Viele ältere Menschen sind in der Corona-Krise einsamer denn je. © Stephan Schütze

Leer gefegte Straßen statt Blechlawinen

Die Straßen in unserer Stadt sind deutlich leerer, nicht nur die Einkaufsstraßen. Auf der Lütgendortmunder Provinzialstraße, auf der sonst von morgens bis abends der Verkehr rauscht, traf unser Fotograf einen einsamen Radfahrer.

So wenig befahren ist die Provinzialstraße in Lütgendortmund allenfalls sonntags.

So wenig befahren ist die Provinzialstraße in Lütgendortmund allenfalls sonntags. © Stephan Schuetze

Kontaktverbot interessiert uns nicht!

Seit Montag (23. 3.) herrscht Kontaktverbot in Nordrhein-Westfalen. Ansammlungen von mehr als zwei Personen sind wegen des Coronavirus verboten. Nicht alle halten sich daran. Stephan Schütze entdeckte unter anderem ein Trio mit Rädern auf dem Heinrich-Sondermann-Platz.

Nicht alle halten sich an das Kontaktverbot, wer sich erwischen lässt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.

Nicht alle halten sich an das Kontaktverbot, wer sich erwischen lässt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. © Stephan Schuetze

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