Das Archivbild vom 13.09.2002 zeigt das Dortmunder Konzerthaus. © Stephan Schütze (Archiv)
Coronavirus

Das Dortmunder Konzerthaus wird zum Corona-Testzentrum

Mitten in der Dortmunder Innenstadt entsteht eine neue Corona-Teststelle. Dafür wird eine der bekanntesten Konzertstätten der Stadt für die nächsten Wochen zweckentfremdet.

Bald gibt es in Dortmund einen weiteren Ort, an dem sich Menschen auf das Coronavirus testen lassen können. Ein Covid-Zentrum des Unternehmens KDP BioMed aus Berlin zieht dafür an eine prominente Stelle in der Dortmunder Innenstadt.

Im Konzerthaus an der Brückstraße 21 bestimmen ab dem 27. Januar (Mittwoch) Teststäbchen statt Geigenbögen das Bild. Das Foyer des Konzerthauses wird zur modernen Teststelle umgestaltet.

Betreiber von Testzentren in Berlin, Hamburg und Bremen kommt nach Dortmund

„Mit unserem Angebot wollen wir Arztpraxen sowie Gesundheitseinrichtungen in und um Dortmund entlasten. Sie sind in dieser schwierigen Zeit auf sich allein gestellt“, sagt Marcus Boxler, operativer Leiter der Covid-Zentren, die es bereits in Berlin, Hamburg und Bremen gibt.

Das Konzerthaus-Foyer eigne sich hervorragend für die Umgestaltung zum Testzentrum.

Raphael von Hoensbroech, Intendant und Geschäftsführer des Konzerthauses Dortmund, sagt: „Es war uns von Beginn an ein Anliegen, mit der Pandemie zu arbeiten, anstatt die Hände in den Schoß zu legen. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir das Konzerthaus unter diesen ungewöhnlichen Umständen für die Menschen unserer Stadt öffnen werden.“

Im Saal wird weiter geprobt, im Foyer finden Corona-Tests statt

Im Saal werden weiter Proben und Streamings stattfinden. „Im Foyer können wir einen Dienst anbieten, der den Menschen ermöglicht, ihre Eltern oder Großeltern zu treffen oder zusammen zu musizieren. Denn Einsamkeit ist aus meiner Sicht der größte Kollateralschaden dieser Krise“, sagt Raphael von Hoensbroech.

Knapp 30 Angestellte des Dortmunder Konzerthauses kommen vorübergehend im Covid-Zentrum zum Einsatz. Sie wurden vom verantwortlichen Arzt, Dr. Dietmar Peikert aus Berlin, geschult.

KDP Bio Med bietet in Dortmund ab sofort Antigen- und PCR-Testungen an. Das Ergebnis kommt laut dem Unternehmen nach 20 Minuten (Antigen, 49,90 Euro) bzw. sechs Stunden (PCR, 119,90 Euro) auf das Smartphone.

Digitales Buchungssystem soll Menschenansammlungen verhindern

Zudem gibt es das Angebot an Unternehmen, Mitarbeiter durch mobile Teams testen zu lassen. Ab Februar soll ein Antikörper-Test angeboten werden.

Ein digitales Buchungssystem soll dafür sorgen, dass keine Warteschlangen entstehen.

Das Konzerthaus Dortmund hat in den vergangenen Monaten der Pandemie mehrfach Pioniergeist gezeigt. So fand in Dortmund im Juni das erste Sinfoniekonzert während Corona statt. Zuletzt wurde in Dortmund eine europaweit beachtete Studie zur Ausbreitung von Aerosolen in Konzerthäusern und Theatern erstellt.

Mit der Warsteiner Music Hall, wo sich das Dortmunder Impfzentrum befindet, wird bereits eine weitere Konzertstätte zur Pandemie-Bekämpfung genutzt.

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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