Verstöße gegen Corona-Regeln: Ordnungsamt schließt mehrere Restaurants

Verschärfte Kontrollen

Im Zuge von verschärften Kontrollen hat das Dortmunder Ordnungsamt nun hart durchgegriffen. Einige Restaurants wurden geschlossen. Nun drohen Bußgelder in vierstelliger Höhe.

Dortmund

, 30.10.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Dortmunder Ordnungsamt hat bei Kontrollen zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt.

Das Dortmunder Ordnungsamt hat bei Kontrollen zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt. © Stephan Schuetze

Nun macht das Dortmunder Ordnungsamt ernst: Nach zahlreichen - zum Teil auch gravierenden Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung - haben die Ordnungshüter mehrere Gastronomiebetriebe schließen lassen und die Türen versiegelt. Das verkündete die Stadt in einer Pressemitteilung.

Die Betreiber der inzwischen geschlossenen Betriebe erhielten bereits Vorladungen zu Gesprächen im Ordnungsamt. Ihnen drohen Bußgelder in vierstelliger Höhe, heißt es in der Mitteilung. Im Wiederholungsfall kann die Stadt Verfahren zum Widerruf der Gaststättenerlaubnis einleiten und die Fortführung des Gewerbes untersagen.

Polizeipräsident Lange: „Wir müssen Todesfälle verhindern“

Insgesamt stellten die Stadt Dortmund und die Polizei in dieser Woche bei Infektionsschutz-Kontrollen in der Dortmunder Innenstadt, in Eving und in Huckarde viele Verstöße fest. Fehlende oder unvollständig geführte Kontaktlisten, keine Desinfektionsmittel, zu geringe Abstände und keine Masken waren die häufigsten Mängel.

Stadtverwaltung, Polizei und Bundespolizei kündigen deshalb für die nächsten Tage weitere Kontrollen und für den Fall von Verstößen auch weitreichende Sanktionen an.

„Ich kann nur wiederholt an die Vernunft der Menschen appellieren: Zeigen Sie Verantwortung. Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Krankenhäuser wegen zu vieler dramatischer Krankheitsverläufe dazu gezwungen werden zu entscheiden, wen sie auf die Intensivstation verlegen und wen nicht. Wir müssen Todesfälle verhindern. Das geht nur, indem wir die Infektionsketten unterbrechen“, sagte Polizeipräsident Gregor Lang.

Drogen im Kiosk entdeckt

Rechtsdezernent Norbert Dahmen kommentiert: „Der absolut überwiegende Teil der Gastronomiebranche in Dortmund verhält sich bei der Sicherstellung des Infektionsschutz seit vielen Monaten vorbildlich. Bei den Betrieben, die immer noch gegen die hinlänglich bekannten Regeln verstoßen, wird konsequent durchgegriffen.“

Jetzt lesen

Bei Kontrollen am Donnerstag (29. Oktober) überprüften Stadt und Polizei 25 Betriebe. Acht wurden wegen gravierender Verstöße gegen die Vorschriften geschlossen. Zusätzlich entdeckte die Polizei in einem Kiosk an der Oestermärsch 127 Verkaufseinheiten mit Drogen.

Mittwoch (28. Oktober) versiegelte das Ordnungsamt drei von fünf in Eving überprüften Betrieben. Dienstag (27. Oktober) untersagte das Ordnungsamt in der Oestermärsch einem von vier überprüften Gewerben den Betrieb.

Auch bei den gemeinsamen Kontrollen auf der Schützenstraße und im Schleswiger Viertel in der Nordstadt am Montag (26. Oktober) stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Verstöße von Betrieben und Privatpersonen fest.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt