Das ist das Besondere an der Musikbox im Vehoff-Haus

mlzNeue Musikschule

Die neue Musikschule arbeitet mit einem besonderen Konzept und verbindet individuellen Unterricht mit Live-Sessions. Drei Räume spielen dabei eine wichtige Rolle.

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, 14.08.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alle Dortmunder kennen dieses Haus und sind schon an ihm vorbei gelaufen. Auffällig hingegen ist es nicht und viele kennen weder den Namen noch seine heutige Nutzung: Das Vehoff-Haus gegenüber der Reinoldikirche. Seit März beheimatet das historische Gebäude aus dem Jahr 1607 eine neue Musikschule, die neben dem außergewöhnlichen Ambiente auch ein interessantes Konzept und besondere Dozenten hat.

„Musikbox“ nennt sich die Musikschule und wird von Alexander Schönert als Gesellschafter und musikalischer Leiter sowie Martin Staubach als Geschäftsführer und organisatorischer Leiter betrieben. Schönert, der in der Musikszene als früherer Gitarrist von Jelly Planet und aktueller Gitarrist von Velvet Attack und Frankensteins Ballet bekannt ist, arbeitete bereits seit 1999 in der Musikschule, die zuvor in dem Haus war.

Der Eigentümer des historischen Hauses steht hinter den Ideen

Im Januar verstarb der Inhaber der alten Musikschule und Schönert reagierte schnell. Er wollte die eigene Musikschule mit frischen Ideen und speziellen Angeboten. „Die Besitzer des Hauses haben sich explizit für uns entschieden, weil sie die Idee gut fanden“, so Schönert.

Der Name der neuen Musikschule spielt auf alte Musikboxen mit großer Musikauswahl und den Grundriss des Gebäudes an, der an eine Box erinnert. Zusammen mit Martin Staubach, der als Trompeter zu hören ist, haben sie die Räumlichkeiten innerhalb von zwei Monaten renoviert.

Das ist das Besondere an den drei Musikräumen

Die Männer zogen neue Wände ein, verlegten neuen Boden und schufen drei Themenräume. Aufbauend auf ihrem inhaltlichen, musikalischen Konzept gibt mit altem Mobiliar den „60er Jahre Jazz-Raum“, den „70er-Jahre Rock-Raum“ mit Jimmy Hendrix und vielen Gitarren an der Wand und den „Jugendstil-Klassik-Raum“ mit Konzertflügel und alten Möbeln. „Damit vereinen wir das Repertoire der Schule in den drei Räumen, die gleichzeitig ein sehr spezielles Ambiente haben“, erklärt Staubach.

Von Rock über Pop bis Hip-Hop und Dudelsack

Mit einem Team von 15 Dozenten deckt die Musikbox alle gängigen Stile und Instrumente von Pop, Rock, Jazz und Klassik ab – bis hin zu Dudelsack und Hip-Hop. Die teils recht jungen Dozenten sind keine klassischen Musiklehrer. Viele von ihnen sind Bühnen- oder Studiomusiker mit nationalen oder internationalen Berufserfahrungen aus den Sparten Jazz, Rock, Klassik, Reggae, Indie oder Weltmusik. Einigen haben Schnittstellen zum Domicil, der Glen-Buschmann-Jazzakademie oder der Folkwang Universität der Künste in Essen.

Den Dozenten ist wichtig, dass nicht die Eltern entscheiden, welches Instrument das Kind spielen soll. Nicht nur Anfänger oder Fortgeschrittene kommen in die Musikbox, sondern auch Profis, um sich inspirieren zu lassen. „Wir sehen uns nicht nur als Musikschule, sondern als musik-kulturelles Begegnungszentrum", sagt Schönert.

Das ist das Besondere an der Musikbox im Vehoff-Haus

Einblicke in die Musikbox mit Martin Staubach (Trompete) und Alexander Schönert (Gitarre). © Didi Stahlschmidt

Dabei ist der Austausch mit anderen Musikern sehr wichtig und führt immer wieder zu gemeinsamen Sessions, bei denen vor allem auch die Schüler mitmachen, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Dazu kommt die Beratung und Vorbereitung auf Liveauftritte oder Studioaufnahmen, was ebenso zum Portfolio gehört wie unterschiedliche Musikworkshops. Diese werden regelmäßig mit Themen wie indischer Musik oder afrikanischem Trommeln angeboten und sind offen für alle Interessierten. „Wir sind offen für alle Zielgruppe, egal welchen Alters. Von der musikalischen Früherziehung bis hin zu Senioren oder Menschen mit Beeinträchtigungen“, sagt Staubach.

So planen sie zukünftig neben Mutter-Kind-Unterricht auch ein Angebot für Schwangere. Ein weiteres, geplantes Projekt ist jetzt schon eine Herzensangelegenheit – es gibt mit einer Hospizstiftung die Idee, regelmäßig ein Kinderhospiz zu besuchen und mit Kindern und den Familien zu arbeiten.

Die Musikschule sitzt in der ersten Etage im Vehoff-Haus, Ostenhellweg 5. Infos gibt es unter Tel. 1 89 149 80 oder per E-Mail an: entertainment.uma@gmail.com oder auf www.unitedmusicartists.de
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