Das Kindergeld lockt nach Dortmund

Erkenntnisse in Plovdiv

Die bulgarische Stadt Plovdiv drängt auf Kontakte mit Dortmund. Das Ziel: Die Probleme einzudämmen, die durch die Auswanderung der Roma aus dem Elendsviertel Stolipinovo entstehen. Ein Problem ist dabei, dass in Deutschland das für bulgarische Verhältnisse extrem hohe Kindergeld lockt.

DORTMUND/PLOVDIV

, 26.09.2014, 01:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Lage in dem Plovdiver Stadtbezirk Stolipinovo hat sich seit dem Besuch einer Dortmunder Delegation im Februar 2011 nicht verbessert. Wichtiges Transportmittel in dem Elendsviertel: die Kutsche.

Die Lage in dem Plovdiver Stadtbezirk Stolipinovo hat sich seit dem Besuch einer Dortmunder Delegation im Februar 2011 nicht verbessert. Wichtiges Transportmittel in dem Elendsviertel: die Kutsche.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Plovdiv 2014: Unterwegs in Stolipinovo

2011 schlug einer Dortmunder Delegation bei einem Besuch im Roma-Viertel Stolipinovo in Plovdiv bitterste Armut entgegen. Dreieinhalb Jahre später sieht es nicht viel besser aus. Kinder spielen im Müll. 90 Prozent der Bewohner sind arbeitslos. Aids und Tuberkulose breiten sich aus. Ein Foto-Rundgang durch eine der besseren Straßen.
24.09.2014
/
Wichtiges Transportmittel in Stolipinovo: die Kutsche.© Foto: Peter Bandermann
Ein Verkaufsstand am Straßenrand.© Foto: Peter Bandermann
Weg hinter einem Plattenbau.© Foto: Peter Bandermann
Blick in eine der besseren Straßen in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Auf dem weg zur einer kommunalen Schule am Rande von Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Straßenszene in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Straßenszene in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Paprika-Verkauf in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Hier wird öffentlich ein Schwein geschlachtet.© Foto: Peter Bandermann
Kleiner Junge auf großem Fahrrad.© Foto: Peter Bandermann
Straßenverkauf in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Auf einer Hauptstraße in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Kiosk in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Kinderspielen am Straßenrand.© Foto: Peter Bandermann
Kleiner Kiosk vor einem Wohnhaus.© Foto: Peter Bandermann
Die Bewohner handeln mit allem, was sie verkaufen können. Meist sind die Angebote spärlich.© Foto: Peter Bandermann
Straßenszene in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Obst und Gemüse im Straßenverkauf.© Foto: Peter Bandermann
Blick in eine Seitenstraße in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Straßenszene in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Textilien im freien Verkauf.© Foto: Peter Bandermann
Kinder spielen am Zaun einer Schule. Stolipinovo ist ein Elendsviertel, aus dem die Roma nur einen Ausweg kennen - der führt nach Belgien, Frankreich oder Deutschland.© Foto: Peter Bandermann
Brautmodengeschäft in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Brautmoden - in Stolipinovo sehr wichtig. Denn viele Mädchen heiraten schon als Minderjährige.© Foto: Peter Bandermann
Straßenleben in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Stromverteilung in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
© Foto: Peter Bandermann
Leben in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Eine der besseren Straßen in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Eine Polizeistreife auf einer Hauptstraße in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Straßenszene in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Kiosk am Straßenrand - jeder versucht, irgendwie an Geld zu kommen.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf einen Hauseingang in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf eine Hausfassade in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Plattenbau in Stolipinovo - das Viertel platzt aus allen Nähten, weil Familienplanung en Fremdwort ist.© Foto: Peter Bandermann
Handel am Straßenrand mit Obst und Gemüse.© Foto: Peter Bandermann
Die Kabel sind kreuz und quer verlegt.© Foto: Peter Bandermann
Plattenbau im Roma-Viertel. Die meisten Häuser verfügen über keine Frischwasser- und Abwasseransschlüsse - das Wasser fließt durch marode Leitungen in die unter Wasser stehen Keller und versickert langsam.© Foto: Peter Bandermann
Vor einer Schule am Rande Stolipinovos.© Foto: Peter Bandermann
Spielende Kinder in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Schlagworte

2000 Kilometer von Dortmund entfernt wurde auf bulgarischer Seite immer wieder betont, dass die Höhe der Sozialleistungen in Deutschland für die Auswanderer ein verlockend hoher Anreiz sei.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Plovdiv 2014: Unterwegs in Stolipinovo

2011 schlug einer Dortmunder Delegation bei einem Besuch im Roma-Viertel Stolipinovo in Plovdiv bitterste Armut entgegen. Dreieinhalb Jahre später sieht es nicht viel besser aus. Kinder spielen im Müll. 90 Prozent der Bewohner sind arbeitslos. Aids und Tuberkulose breiten sich aus. Ein Foto-Rundgang durch eine der besseren Straßen.
24.09.2014
/
Wichtiges Transportmittel in Stolipinovo: die Kutsche.© Foto: Peter Bandermann
Ein Verkaufsstand am Straßenrand.© Foto: Peter Bandermann
Weg hinter einem Plattenbau.© Foto: Peter Bandermann
Blick in eine der besseren Straßen in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Auf dem weg zur einer kommunalen Schule am Rande von Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Straßenszene in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Straßenszene in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Paprika-Verkauf in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Hier wird öffentlich ein Schwein geschlachtet.© Foto: Peter Bandermann
Kleiner Junge auf großem Fahrrad.© Foto: Peter Bandermann
Straßenverkauf in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Auf einer Hauptstraße in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Kiosk in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Kinderspielen am Straßenrand.© Foto: Peter Bandermann
Kleiner Kiosk vor einem Wohnhaus.© Foto: Peter Bandermann
Die Bewohner handeln mit allem, was sie verkaufen können. Meist sind die Angebote spärlich.© Foto: Peter Bandermann
Straßenszene in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Obst und Gemüse im Straßenverkauf.© Foto: Peter Bandermann
Blick in eine Seitenstraße in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Straßenszene in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Textilien im freien Verkauf.© Foto: Peter Bandermann
Kinder spielen am Zaun einer Schule. Stolipinovo ist ein Elendsviertel, aus dem die Roma nur einen Ausweg kennen - der führt nach Belgien, Frankreich oder Deutschland.© Foto: Peter Bandermann
Brautmodengeschäft in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Brautmoden - in Stolipinovo sehr wichtig. Denn viele Mädchen heiraten schon als Minderjährige.© Foto: Peter Bandermann
Straßenleben in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Stromverteilung in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
© Foto: Peter Bandermann
Leben in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Eine der besseren Straßen in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Eine Polizeistreife auf einer Hauptstraße in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Straßenszene in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Kiosk am Straßenrand - jeder versucht, irgendwie an Geld zu kommen.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf einen Hauseingang in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf eine Hausfassade in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Plattenbau in Stolipinovo - das Viertel platzt aus allen Nähten, weil Familienplanung en Fremdwort ist.© Foto: Peter Bandermann
Handel am Straßenrand mit Obst und Gemüse.© Foto: Peter Bandermann
Die Kabel sind kreuz und quer verlegt.© Foto: Peter Bandermann
Plattenbau im Roma-Viertel. Die meisten Häuser verfügen über keine Frischwasser- und Abwasseransschlüsse - das Wasser fließt durch marode Leitungen in die unter Wasser stehen Keller und versickert langsam.© Foto: Peter Bandermann
Vor einer Schule am Rande Stolipinovos.© Foto: Peter Bandermann
Spielende Kinder in Stolipinovo.© Foto: Peter Bandermann
Schlagworte

Das Kindergeld für zwei Kinder einer nach Deutschland ausgewanderten Roma-Familie ist doppelt so hoch wie das Einkommen eines gut ausgebildeten Sozialarbeiters, der in Plovdiv unter den widrigsten Bedingungen in Roma-Projekten arbeitet.

Jetzt lesen

Die für solche Themen zuständige Sozialdezernentin in Plovdiv, Veselina Boteva, konnte am Mittwochabend im Gespräch mit unserem Chefredakteur Dr. Wolfram Kiwit und Redakteur Peter Bandermann keine Prognose für die Zukunft abgeben: „Wir wissen nicht, wie es in fünf Jahren um die zurzeit 45.000 Roma in Stolipinovo steht. Vielleicht sind es dann 70.000“, deutete sie die „Familienplanung“ in dem Bezirk an – „vielleicht sind es aber auch nur 25.000, weil alle anderen Bulgarien ins europäische Ausland verlassen.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt