Das Saarlandstraßenviertel - Altbauten und kleine Geschäfte

Stadtteil-Serie / Folge 69

Eine Fülle an Geschäften, viele Restaurants und zahlreiche Gewerbebetriebe: Das Saarlandstraßenviertel ist ein beliebtes Wohn- und Einkaufsgebiet. Aber auch mittelgroße und große Firmen wie Dogewo21, HDI, Signal Iduna und Continentale sind hier zuhause. In Folge 69 der Serie "Dortmund, Deine Stadtteile" stellen wir das Quartier vor.

DORTMUND

, 31.07.2015, 01:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Saarlandstraßenviertel - Altbauten und kleine Geschäfte

Die Plauener Straße ist wie viele andere Straßen des Saarlandstraßenviertels mit schönen Altbauten gespickt.

Kurzbiografie des Stadtteils

Ende des 19. Jahrhunderts war das Gebiet kaum bebaut. Noch 1899 gab es dort neben einem Wasser- und Elektrizitätswerk eine Molkerei und die Bergschlösschen Brauerei. Erschlossen wurde das Quartier erst nach und nach, ausgehend von der Bergisch-Märkischen Bahnlinie, der heutigen S-Bahn-Linie 4.

Nach der Jahrhundertwende begann man mit der Besiedelung des nördlichen Abschnitts der heutigen Dresdener und der Chemnitzer Straße. Es sollte bis 1929 dauern, als auch die im expressionistischen Stil errichteten Häuser in der heutigen Landgrafen- und Markgrafenstraße errichtet waren. Nach der Eröffnung des Westfalenparks und dem Florianturm 1959 ging es hoch hinaus: In den 70/80er Jahren folgten die frühere VEW-Hauptverwaltung am Rheinlanddamm, das damalige IBM-Hochhaus und der 88 Meter hohe Telekom-Turm.

Lage

Das Saarlandstraßenviertel liegt am unmittelbaren Rand der City zwischen dem Kreuzviertel im Westen und der Märkischen Straße im Osten. Die Sonnenstraße bildet die nördliche Grenze, während das Gebiet in südlicher Richtung den kompletten Westfalenpark und das Sportzentrum des TSC Eintracht an der Victor-Toyka-Straße umschließt. Auch wenn die Westfalenhallen und das Stadion nicht dazugehören – der Parkdruck bei Veranstaltungen macht sich bis in die Nebenstraßen der Saarlandstraße bemerkbar.

Verkehr

Die Verbindungen sind außergewöhnlich gut: Mit dem Wagen ist man in wenigen Minuten auf der B1. Zwei Stadtbahnlinien bringen Fahrgäste in kurzer Zeit in die City, die auch zu Fuß schnell und leicht erreichbar ist. An der Haltestelle Stadthaus gibt es einen Anschluss an die S-Bahn-Linie 4. Zudem führen Busverbindungen schnurgerade durch das Saarlandstraßen- und das Kreuzviertel.

Ausgehmöglichkeiten

Für gepflegtes Essen und Trinken bietet das Quartier reichlich Auswahl an Restaurants. In Sachen Feiern und Chillen sind die Kreuzviertel-Kneipen angesagt – auf der anderen Seite der Hohen Straße geht’s schon los.

Einkaufsmöglichkeiten

Lebensmittelläden wechseln mit kleinteiligen Geschäften zum Gucken und Stöbern. Dazu ein großer Bio-Laden und eine Eisdiele mit Bio-Eis, aus der sich die Kunden im Sommer bis auf den Gehweg zurückstauen.

Wohnsituation

Einfamilienhäuser sind rar. Das Quartier ist bis hinauf zur B1 eng gebaut und besteht im Kern aus drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern, teilweise Altbauten mit schmucken Giebeln und Verzierungen. Frei werdende Wohnungen sind relativ schnell vermietet – das Viertel ist wegen seiner City-Nähe sehr beliebt. Die Mieten sind nicht ganz so hoch wie teilweise im benachbarten Kreuzviertel.

Familientauglichkeit

Für Familien mit Kindern lässt es sich gut leben: Es gibt drei Kindertagesstätten, zwei Grundschulen und diverse Spielmöglichkeiten. Problematisch ist die Parksituation, vor allem Familien mit zwei Autos müssen ständig improvisieren. Pluspunkt: Der nahe gelegene Westfalenpark bietet gerade Familien mit Kindern ideale Ausflugsmöglichkeiten.

Leben im Alter

Ein Seniorenheim direkt im Saarlandstraßenviertel gibt es nicht, lediglich am Rande des Quartiers liegen das Flieder-Heim und das Wohnstift Auf der Kronenburg an der Märkischen Straße. Ähnlich wie im Kreuzviertel gibt es viele Altbauten, die über keine Aufzüge verfügen. Dennoch ist das Quartier auch bei Älteren beliebt: Es bietet eine nahezu komplette Infrastruktur mit kurzen Wegen zu Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen und auch zum Klinikum.

Stadtteilleben

Bisher gab es jeden Sommer das Saarlandstraßenfest, das in diesem Jahr aus finanziellen Gründen ausgefallen ist. 2016 soll es wieder neu belebt werden.

Unser Tipp

Ausflüge in den nahe gelegenen Westfalenpark lohnen immer. Wer's sportlich mag, kann im Südbad seine Runden ziehen oder sich im Sportzentrum von TSC Eintracht betätigen.   

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