Das sind die fünf größten Trends auf der Creativa

mlzMesse Dortmund

Mit der Creativa und der Messe Fair Friends startet die Messe Dortmund dieser Tage in den Herbst. Doch was sind die fünf größten Kreativ-Trends im Corona-Jahr?

Dortmund

, 19.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gabriela Kaiser ist seit 2002 Trendscouterin und -beraterin und zählt seither bekannte Unternehmen aus Industrie und Handel, Messen und Fachverlage verschiedener Branchen zu ihren Kunden.

Gabriela Kaiser war bei der Creativa für die Trendflächen-Gestaltung zuständig.

Gabriela Kaiser war bei der Creativa für die Trendflächen-Gestaltung zuständig. © Gabriela Kaiser

Sie hat eine Ausbildung als Handelsassistentin bei Peek & Cloppenburg absolviert, Textiltechnik mit Schwerpunkt Design studiert und sechs Jahre als Designerin gearbeitet. Neben ihren Trendanalysen veröffentlicht sie zweimal im Jahr ein Trendbook.

Unter ihren zahlreichen Kunden ist auch die Creativa, die am Mittwoch (16.9.) in den Hallen der Messe Dortmund eröffnet hat. Hier war sie zuständig für die Trendflächen-Gestaltung. Wir haben bei Gabriela Kaiser nach den fünf größten Kreativ-Trends 2020 gefragt.

„Eco Living“

Für Gabriela Kaiser steht ökologische Lebensführung an oberster Stelle und das nicht nur, weil dieses Mal parallel die Messe Fair Friends stattfindet.

„Das Thema Eco Living hatte ich schon Ende letztes Jahr für die Creativa konzipiert, da mir in den sozialen Medien aufgefallen war, dass viele Kreativprojekte dieses Thema beinhalten“, erklärt Kaiser.

Selbstgemachte Taschen sind ein Trend bei der Creativa 2020.

Selbstgemachte Taschen sind ein Trend bei der Creativa 2020. © Gabriela Kaiser

Viele Leute würden sich mit dem Häkeln oder Knüpfen von Einkaufsnetzen beschäftigen, wieder verwendbare Bienenwachstücher als Ersatz für Frischhaltefolie selbst machen oder eigene Seifenstücke machen, um die Plastikflaschen der Duschlotion einzusparen.

„Happy Home“

„Da die Menschen durch das Covid-19-Virus notgedrungen mehr Zeit zu Hause verbrachten und verbringen, ist das eigene Zuhause wieder mehr in den Fokus gerückt und damit das Trendthema Happy Home“, erklärt Kaiser.

Da man es sich in den eigenen vier Wänden besonders gemütlich machen will, seien den Menschen manche Dinge aufgefallen, die ihnen vielleicht nicht mehr so gut gefallen. Gleichzeitig würden die Menschen nach Beschäftigungen suchen, sodass kreative Techniken einen Aufwind erfahren haben, meint Kaiser.

Bestickte Kissen und vieles mehr sind Gegenstand des Trends "Happy Home".

Bestickte Kissen und vieles mehr sind Gegenstand des Trends "Happy Home". © Gabriela Kaiser

Beispiele hierfür sind selbst genähte oder aus Garn gestrickte Entspannungs-Kissen sowie alte Fliesen mit Azulejos-Motiv, die durch Schablonentechnik aufgepeppt werden.

„Happy Garden“

„Schon vor Corona war die Sehnsucht nach Natur durch die steigende Urbanisierung gewachsen und durch den Lockdown, wo wir uns viel in unseren Wohnräumen aufhalten mussten und sollten, ist diese Sehnsucht natürlich noch stärker geworden. Wir wünschen uns den Happy Garden“, sagt Gabriela Kaiser.

Ein Beispiel zum Thema "Happy Garden".

Ein Beispiel zum Thema "Happy Garden". © Gabriela Kaiser

Denn wer keinen Garten oder Balkon hat, der kann sich die Naturelemente in die eigenen vier Wände holen. Hierfür ziehen vermehrt Pflanzen in die Räume ein und Übertöpfe werden selbst gestaltet. Aber auch die Tierwelt findet mit gestickten Motiven oder gefilzten Igeln und Vögeln den Weg ins Wohnzimmer.

„Exotic-Jungle“

„Die exotische Variante dieser Natursehnsucht ist der Exotic-Jungle. Hier werden Naturelemente mit tropischem Urlaubsfeeling vereint. Monsterablätter-Motive werden auf Tischdecken gedruckt, Löwen und Faultiere aus Stoff genäht, tropische Palmen, Früchte und Wildtiere schmücken Kissen, Tassen und sogar Socken“, erklärt Kaiser.

Auch exotische Tiere schaffen es bis zur Creativa in Dortmund.

Auch exotische Tiere schaffen es bis zur Creativa in Dortmund. © Gabriela Kaiser

„Exotic Boho“

„Der fünfte für mich stark sichtbare Trend ist Exotic Boho - die romantische Fortführung des Ethno-Trends. Zum einen ausgelöst durch unsere Sehnsucht nach fremdländischen Erlebnissen und in den letzten Jahren befeuert durch die Festivals wie Coachella, die ja durch Corona nun nicht mehr stattfinden“, sagt Kaiser.

Hier unter anderem im Bild: Ein selbstgemachter Traumfänger.

Hier unter anderem im Bild: Ein selbstgemachter Traumfänger. © Gabriela Kaiser

Hier werden Wandbehänge und Blumenampeln in Macrame-Technik geknotet, Traumfänger gehäkelt und mit Federn geschmückt oder auf Karten gestempelt. Auch Ponchos werden gestrickt und mit Fransen verziert, Mandalas auf Steine gemalt, die dann Tische oder Sideboards dekorieren.

Wer mehr über aktuelle Trends im Kreativbereich erfahren möchte, für den lohnt sich ein Blick auf die Website der Trendagentur Gabriela Kaiser.

Ticketkauf und Hygieneschutzmaßnahmen

Aufgrund der aktuellen Hygieneschutzmaßnahmen muss sich jeder Besucher online beim Ticketkauf registrieren und direkt auch seinen Besuchstag auswählen. Um Schlangenbildungen zu vermeiden, kann in diesem außergewöhnlichen Jahr keine Tageskasse angeboten werden. Tickets können aber tagesaktuell und auch kurz vor dem Besuch noch im Online-Shop erworben werden. Im Online-Shop können Besuchstage ausgewählt sowie Tickets für weitere Personen personalisiert und bestellt werden. Auf der Messe können die Besucher ihr Ticket, ausgedruckt oder per Smartphone vorzeigen und das Gelände über einen kontaktlosen Scan schnell, sicher und einfach betreten.
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