2020 wurden in Dortmund deutlich weniger Geburten verzeichnet. Ein Abwärtstrend, der sich auch schon durch die Vorjahre zieht. © picture alliance/dpa
Geburten im Corona-Jahr

Das sind Dortmunds beliebteste Baby-Namen 2020

Im Jahr 2020 wurde die Liste der beliebtesten Vornamen in Dortmund im Vergleich zum Vorjahr durcheinander gewirbelt. Auch die Zahl der vermeldeten Geburten fällt deutlich anders aus.

Das Jahr 2020 ist geprägt durch die Corona-Pandemie mit all ihren Begleiterscheinungen. Diese Prägung hat zum Abschluss des Jahres auch beim Standesamt der Stadt Dortmund seine Spuren hinterlassen, etwa wenn man sich die sinkende Zahl der Eheschließungen anschaut. Aber auch die Jahresbilanz der Geburten 2020 zeigt einen Rückgang von mehreren hundert neugeborenen Babys. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt Dortmund hervor.

Worin der deutliche Rückgang begründet ist, muss wohl weiterhin spekulativ bleiben. Dass die Dortmunder Paare es „handwerklich” verlernt haben, Kinder zu zeugen, bleibt dabei aber sicherlich zu bezweifeln.

281 Geburten weniger als noch im Vorjahr

Und dennoch: im Jahr 2020 hat das Standesamt Dortmund insgesamt 5161 Geburten verzeichnet (Stand 8.12.2020). Im Vergleich sind das 281 Geburten weniger als noch im Jahr 2019 mit 5442 Geburten. Fest steht nun auch, dass der Spitzenreiter unter den Vornamen „Milan” (damals 39 Vergaben) aus dem Vorjahr vom Thron gestoßen wurde.

In diesem Jahr hielt man sich lieber kürzer, und nannte sein Neugeborenes insgesamt 38 mal „Ben”. An zweiter Stelle rankt Noah (36 mal), „Milan” wird mit 31 Vergaben in diesem Jahr nur dritter.

Bei den Mädchen hingegen konnte sich der Spitzenreiter auch 2020 verteidigen. „Mia” ist unter den Dortmundern im Jahr 2020 der beliebteste Vorname für Mädchen mit einer Vergabe von 44. Gleich dahinter folgen „Emma” (31 mal) und „Emilia” (27 mal).

Schon 2019 war ein Abwärtstrend der Geburten zu verzeichnen

Schon 2019 hatte das Standesamt einen Trend festgestellt, wonach die Familienplanung mit Kind für die Dortmunder immer weniger zu einem Thema zu werden schien. Wenn in einer Jahresabschluss-Statistik des Standesamts überall ein „weniger“ stehe, sei das allerdings erst einmal nichts Schlimmes, sagte 2019 ein Zuständiger des Dortmunder Standesamtes. Es gehe bei der persönlichen Familienplanung schließlich nicht nur um die Quoten, sondern vielmehr um die Qualität und den freien Wunsch der Paare.

2019 hatte es in Dortmund insgesamt 128 Geburten weniger gegeben also noch im Jahr 2018 mit 5570 Geburten. Im aktuellen Jahr ist zusätzlich festzustellen, dass man bei der Namensauswahl sowohl bei den Mädchen, als auch bei den Jungen lieber auf Nummer sicher ging. Außergewöhnliche Namen lassen sich kaum finden. Anders als im Jahr 2019: da durfte sich ein Baby etwa über den Namen „Horst-Dieter” freuen.

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