Das Start-Up-Unternehmen „Andrea Rosemann“ hat ein neues Konzept für Kleidung entwickelt

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Andrea Rosemann will ein neues Konzept für Businessmode auf den Markt bringen. Es soll über die gängigen Standardgrößen in der Damenmode hinausgehen.

von Alexandra Wachelau

Hombruch

, 10.07.2019, 11:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Andrea Rosemann hat mit ihrem gleichnamigen Modelabel ein neues Konzept für Businessmode entwickelt. Sie ist sich sicher, dass ihre Mode das Potential hat, eine Marktlücke zu schließen: Zusätzlich zu den Standardgrößen können Kunden bei ihrem Modelabel „Andrea Rosemann“ mit Sitz in Hombruch verschiedene Arm- und Saumlängen bei den Kleidungsstücken wählen. So kann beispielsweise ein Rock in kurz oder in knielang gekauft werden. Auch für die Ärmel von Oberteilen hat Rosemann verschiedene Designs und Längen in petto.

Verschiedene Längen zur Auswahl bei Businesskleidung

Entstanden sei diese Geschäftsidee aus ihrer persönlichen Erfahrung. „Ich habe 20 Jahre bei einem Konzern gearbeitet. Beim Einkaufen habe ich mich immer geärgert, dass manche Röcke zu kurz waren“, sagt Rosemann. In vielen Arbeitsbereichen könnten solche Längen aufgrund des Dresscodes nicht getragen werden. Außerdem sei jeder Körper unterschiedlich – was dem einen passt, ist bei einem anderen vielleicht nicht lang genug.

Das Start-Up-Unternehmen „Andrea Rosemann“ hat ein neues Konzept für Kleidung entwickelt

Auch Models hat Rosemann schon eingestellt. © Rebekka Roediger

Auch Ärmellängen werden bei dem Konzept in mehreren Variationen angeboten. „Die Modedesigner, mit denen ich gesprochen habe, sagten, dass in der momentanen Mode die Muskelpartien oft freiliegen“, sagt sie. „Aber manche Frauen möchten das nicht. Ich war zum Beispiel immer auf der Suche nach dreiviertellangen Ärmeln.“ Deswegen wird es bei ihrem neuen Label die Möglichkeit geben, ein Shirt mit dreiviertellangen, langen oder kurzen Ärmeln zu wählen. Neben schlichten Ärmeln können auch Rüschenärmel eine Option sein. Die Wahre wird dabei nicht maßgeschneidert, sondern in den verschiedenen Variationen auf Lager hergestellt.

Die Produktion findet ausschließlich in Deutschland statt

Ihr Konzept befindet sich dabei noch im Aufbau, soll aber in wenigen Wochen auf den Markt kommen. Die Kleidung werde dabei vor allem online verkauft, aber auch im Einzelhandel soll ihr Label in Zukunft erhältlich sein. Mit diesem Konzept wurde sie von dem Wirtschaftsministerium NRW mit einem Stipendium unterstützt: „Zusammen mit dem vielfältigen Design der Kleidung wurde es als innovatives Start-Up-Unternehmen angesehen“, sagt Rosemann. „Ich habe das Konzept auch selbst noch nie gesehen, es scheint wirklich eine Marktlücke zu sein.“

Das Start-Up-Unternehmen „Andrea Rosemann“ hat ein neues Konzept für Kleidung entwickelt

Die Boutique "Freiraum im Ankleidezimmer" wird neben dem Onlinehandel ebenfalls Produkte von Andrea Rosemann (rechts) anbieten. Bettina Röttger (links) freut sich schon auf die Kooperation. © Rebekka Roediger

Das Geschäft „Freiraum im Ankleidezimmer“ im Kreuzviertel hat bereits eine Kooperation abgeschlossen und wird künftig Waren von Rosemann verkaufen.

Bettina Röttger, die Inhaberin von „Freiraum im Ankleidezimmer“, findet die Geschäftsidee gut. „Ich bin gespannt, was die Kunden davon halten“, sagt sie. „Wir haben in unserem Geschäft eher bunte Kollektionen. Das ist vielleicht als Kontrast gar nicht schlecht“, sagt Röttger. Sie leitet ihre Boutique schon seit sieben Jahren. Nachhaltigkeit und Regionalität seien für sie sehr wichtig, darum würde das neue Modelabel gut in ihren Laden passen. Auch wenn sie Onlinehandel eher kritisch sehen würde – in Kombination mit dem stationären Handel wäre es optimal, findet die Inhaberin. „Schließlich hat der Stationäre Handel sowieso nicht immer alles auf Lager“, sagt sie.

„Maßgenormt“ als neues Konzept für individuelle Kleidung

Das Konzept, das Rosemann selbst entwickelte und „Maßgenormt“ genannt hat, sei somit eine Mischung aus Standart- und maßgeschneiderter Mode. Ihre Idee habe schon Anklang gefunden. „Ich kenne viele Frauen, die auch Probleme mit den Längen von Standardgrößen haben“, sagt sie.

Am 14. September plant sie die Eröffnung des Onlineshops. Für die Herstellung verwende sie dabei ausschließlich Produkte aus Deutschland. Seit Anfang 2018 befindet sich Rosemann auf der Suche nach Investoren und Unterstützern. Mit ihrem Unternehmen hat sie sich ihren Traum der Selbstständigkeit verwirklicht. „Meine Tochter hat jetzt ihr Studium abgeschlossen und einen Job, da war der Zeitpunkt perfekt“, sagt sie.

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