Das Ufer des Phoenix-Sees könnte bald anders aussehen - das sind die Pläne

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Im Rekordtempo sind Wohn- und Bürohäuser an den Ufern des Phoenix-Sees entstanden. Nur ein geplanter Neubau mit Seglerstützpunkt am Südufer fehlt noch immer. Das könnte sich bald ändern.

Dortmund

, 19.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist eine der letzten Baulücken am Südufer des Phoenix-Sees. Dabei gibt es schon seit vielen Jahren Pläne für die Bebauung des Filetgrundstücks oberhalb der Bootsstege und des provisorischen Stützpunkts der Segelvereine am Phoenix-See.

In dem Neubau sollten sie ein festes Domizil bekommen - in einem „Sport- und Betriebsstützpunkt“, in dem auch die See-Betriebsgesellschaft und Räume für den Schulsport unterkommen sollten. Unter dem Titel „Deck P“ wurden dazu schon 2013 große Pläne vorgestellt, die bis 2015 realisiert werden sollten. Doch gebaut wurde nie.

Das Ufer des Phoenix-Sees könnte bald anders aussehen - das sind die Pläne

Das freie Grundstück in der ersten Reihe am Südufer des Phoenix-Sees fällt ins Auge. Hier soll direkt oberhalb der Bootsstege nun der Sportstützpunkt entstehen. © Hans Blossey

Jetzt ist ein Dortmunder Unternehmen am Zug. Die Unternehmensgruppe Derwald hat das Grundstück übernommen und die Planung komplett auf neue Füße gestellt, will gut 30 Millionen Euro investieren.

Und der Ehrgeiz dabei ist groß. „Es soll das schönste Gebäude am See werden“, kündigt Falko Derwald selbstbewusst an. Die Pläne dafür liefert Architekt Thomas Pape. Er hat einen Komplex konzipiert, der sich streng an den Vorgaben des Bebauungsplans mit einem L-förmigen und einem würfelförmigen Gebäude orientiert, aber auch eigene deutliche Akzente setzt.

Das Ufer des Phoenix-Sees könnte bald anders aussehen - das sind die Pläne

Inmitten des Gebäude-Ensembles entsteht ein großer öffentlicher Platz mit Außengastronomie. © Derwald Unternehmensgruppe

Direkt am Segelboot-Anleger am Südufer entstehen zwei Gebäude mit einer Vorderfront aus Glas und Stahl. Der Sockel soll mit einer Fassade aus verzinktem und geätztem Stahl verkleidet werden. Eine bewusst robuste Gestaltung, weil im Erdgeschoss der Stützpunkt der Segler mit Lagerräumen untergebracht wird, erklärt Thomas Pape. Hinzu kommen auch Räume für den Schulsport. Zugleich erinnert die Stahlfassade an die Geschichte des Stahlstandorts Phoenix, merkt Falko Derwald an.

Platz für den städtischen Seebetrieb

An der Seefront des Hauptgebäudes kommt der städtische Seebetrieb für den Phoenix-See unter. Darüber ist in beiden Gebäudeteilen Platz für Büros, ebenso wie in dem Gebäuderiegel auf dem Plateau an der Phoenixseestraße, der mit einer Klinkerfassade gestaltet wird.

Dort gibt es einen Durchgang auf einen öffentlichen Platz, der mit einer großen Freitreppe zur Seepromenade führt und von den Phoenix-See-Entwicklern unter Regie von DSW21 gestaltet wird. Mit Sitzelementen kann die Treppe hier auch zur Tribüne etwa bei Segelregatten auf dem See werden, erklärt Falko Derwald.

Das Ufer des Phoenix-Sees könnte bald anders aussehen - das sind die Pläne

Die Freitreppe wird zur Tribüne für Segelregatten. © Derwald Unternehmensgruppe

Zugleich kann der oben liegende Platz für Außengastronomie genutzt werden, mit der man dann gewissermaßen wie in einem Burghof über der Seepromenade thront. Im Erdgeschoss des Riegelgebäudes an der Phoeniseestraße sind auf rund 600 Quadratmetern drei Lokale vor allem für Gastronomie vorgesehen. „Wir wollen den Platz beleben“, verspricht Derwald.

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5500 Quadratmeter sind in dem Gesamtkomplex für Büros, knapp 1000 Quadratmeter in den Obergeschossen für Wohnen vorgesehen. „Alles wird vermietet und von uns verwaltet“, erklärt Falko Derwald.

Vorgehen ist auch einen Tiefgarage mit 190 Stellplätzen für Pkw und mehr als 60 Fahrradstellplätzen. Damit liege man über den Vorgaben der Stadt, betont Derwald.

Baustart steht kurz bevor

Bei der Stadt und den Entwicklern des Phoenix-Sees ist man deshalb auch hochzufrieden mit dem Konzept, das auch vom Gestaltungsbeirat der Stadt mit Beifall bedacht wurde. „Das ist eine tolle Architektur, eine ganz neue Qualität“, freut sich Phoenix-See-Entwickler Ludger Schürholz.

Eine erneute Hängepartie wie beim Vorgängerprojekt ist nicht zu befürchten. Der Bauzaun steht bereits, im August sollen die Ausschachtungsarbeiten für die Tiefgarage beginnen, kündigt Falko Derwald an. Fertig sein soll der neue Gebäudekomplex dann Mitte 2021. Nur eines fehlt noch: ein neuer Name für das Projekt.

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