Das Unionviertel ist eine Erfolgsgeschichte – aber es gibt noch Verbesserungsbedarf

mlzKreativquartier

Die Geschichte des Stadtumbaus Rheinische Straße ist eine Erfolgsgeschichte - und die ist noch längst nicht beendet. So lautet das Fazit einer Diskussionsrunde mit Akteuren und Anwohnern.

Dortmund, Unionviertel

, 21.02.2020, 18:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 2007 hat sich viel getan entlang der Rheinischen Straße: Angesichts des Strukturwandels investierte die Stadt Dortmund in den Stadtumbau, vernetzte zahlreiche Akteure und Institutionen mit Anwohnern und Ehrenamtlichen. Entstanden ist daraus ein neues Viertel, das seit 2012 von einer Imagekampagne begleitet wird.

Rund um den ehemaligen Standort der Union-Brauerei entstand ein Kreativ-Quartier, bei dessen Gestaltung Privatleute, Initiativen, Vermieter und das Städtische Amt für Stadterneuerung neue Wege gingen.

Der Fotograf Eisenhart Keimeyer begleitete den Wandel der westlichen Innenstadt mit der Kamera, schuf mehrere Bilderserien, die die Veränderungen seither dokumentierten. Zur Finissage einer Ausstellung seiner Fotos in den Räumen des Mietervereins Dortmund und Umgebung, hatte man nun zu einem Diskussionsabend eingeladen.

Akteure im Dialog mit Anwohnern

Neben Keimeyer kamen Susanne Linnebach, Leiterin Amt für Stadterneuerung, Tobias Scholz vom Mieterverein sowie Svenja Noltemeyer von den Urbanisten mit 19 Interessierten zum Abschluss der Ausstellung ins Gespräch.

Ziel war es, ein vorläufiges Fazit zu ziehen, was den bisherigen Wandel angeht. Und einen Ausblick darauf zu geben, welche Veränderungen in Zukunft ins Haus stehen, um das Viertel noch attraktiver zu gestalten.

Laut Urabanistin Svenja Noltemeyer gebe es durchaus Bedarf, an einigen Bereichen nachzubessern. „Hinter der Dorstfelder Brücke gibt es eine Lücke - hier hat man den Stadtumbau irgendwie vergessen“, so Noltemeyer. Es bliebe bald zu prüfen, inwieweit dieser Teil des Quartiers eine Aufwertung erfahren könne.

„Smart Rhino“ im Anmarsch

Als weiteres Thema wurde die Entwicklung des Areals von Hoesch Spundwand und Profile (HSP) zum Zukunftscampus behandelt. Unter dem Projektnamen „Smart Rhino“ soll in den nächsten Jahren auf rund 15 Hektar der alten Industriefläche ein Lebens-, Wissens- und Technologiepark entstehen.

Herz des Zukunftscampus soll der neue Standort der Fachhochschule im Unionsviertel sein. Auf den übrigen 30 Hektar des Geländes will man zukünftig einen Mix aus Freizeitangeboten, Gewerbe und Wohnen entwickeln.

Wohnen und Mietpreisentwicklung beschäftigen auch die Anwohner in besonderer Art und Weise. Denn seit dem Stadtumbauprojekt habe sich der Mietspiegel um rund 29 Prozent erhöht.

Gemessen an den Mietpreisentwicklungen in anderen Dortmunder Quartieren sei dies angesichts der enormen Aufwertung, die das Unionviertel erlebt habe, vertretbar, so der Konsens am Mittwoch. Svenja Noltemeyer lobte den größten Vermieter vor Ort, den Spar- und Bauverein Dortmund, als „festen Anker für das Viertel“.

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