Das "Visual Sound Outdoor"-Festival verbindet Musik und Performances

mlzPremieren-Festival am Depot

Die Parzelle im Depot veranstaltet erstmals im Innenhof ein experimentelles Kunst- und Kulturformat. Dabei stehen verschiedenste Künstler auf der Openair-Bühne.

Dortmund

, 29.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit der Premiere dieses einzigartigen, dreitägigen Festivals auf dem Hof an der Ostseite des Depots wird ein bewährtes Konzept neu erfunden ­– und unter Corona-Bedingungen sehr speziell umgesetzt.

Seit 2019 veranstaltet Angelika Hoffmann mit der "Parzelle im Depot" als Ort für spartenübergreifende Projekte und Veranstaltungen das genreübergreifende Kunst- und Kulturfestival "Visual Sound".

Die Grundidee dieses speziellen Formats besteht im Ineinanderfließen diverser Stile, Genres und kultureller Wurzeln, die dabei Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Ausdrucksformen entstehen lassen. "Die Mischung aus Schattenspiel und Musik, aus Bild und Klang ist die Grundlage dieses Konzeptes", erklärt Hoffmann.

Drei Tage Kulturprogramm im Hof des Depots

So wird es an jedem Abend der drei Tage jeweils musikalische Auftritte auf einer großen Bühne geben, immer begleitet durch Objektperformance. Letzteres geschieht an allen drei Tagen durch die niederländische Performancekünstlerin Moniek Smeets. Mit ihrer Darstellung "Huisjesproject - Coronoïa Street" befasst sich die Künstlerin mit der Thematik des "Zuhausebleibens" zu Corona-Zeiten. Dabei bekommt jeder Körperteil in ihrer teils skurrilen Inszenierung ein eigenes Häuschen.

Außergewöhnlicher Mix verschiedener Musikrichtungen

Der zweite Schwerpunkt liegt auf dem musikalischen Teil. So gibt es einen bunten Genre-Mix aus Indie, Rock, Neosoul-Electro, improvisierter Musik, experimentellem Jazz und Weltmusik. Am Freitag beginnen die beiden Dortmunder Formationen um das "Kioomars Musayyebi Trio" und "Velvet Attack".

Genauer gesagt treffen hier mit dem Trio persische Musik mit klassischer und volkstümlicher Musik aus dem Iran auf Velvet Attack mit Psychedelic-Rock und 60er Jahre Indie-Rock. So bunt geht es auch am Samstag weiter.

Dort treffen dann das neosoul-electro Duo "Jason Pollux" mit analogen Synthesizern und elektronischen Klangräumen auf das niederländische Duo "SPOT!", das mit Gitarre, Saxophon und Altklarinette freie Improvisation mit Rock-Riffs kombiniert. Den Abschluss machen am Sonntagabend "Mariá Portugal & Liz Kosack" sowie die "Dixon Ra Band".

SWR Jazzpreisträgerin live auf der Bühne

Während das Duo um die SWR Jazzpreisträgerin Liz Kosack brasilianische Songwriter-Tradition mit Jazz-Improvisation und Elektronik kombiniert, präsentiert sich die Dixon Ra Band mit 80er und 90er Jahre Funk, Rock und Electro Jazz. Zudem wird es noch als Überraschung Aktionskünstler geben, die den öffentlichen Raum zu einem malerischen Kunstwerk gestalten.

Der östliche Hof des Depots ist bestens geeignet für ein Musik- und Kulturfestival an der frischen Luft. Angelika Hoffmann sieht diesem freudig entgegen und hofft auf gutes Wetter.

Der östliche Hof des Depots ist bestens geeignet für ein Musik- und Kulturfestival an der frischen Luft. Angelika Hoffmann sieht diesem freudig entgegen und hofft auf gutes Wetter. © Didi Stahlschmidt

Dies alles geht einher mit einem besonderen Hygienekonzept für die Veranstaltung. So sind Mund- und Nasenschutz verpflichtend und neben fester Bestuhlung für gut 60 Personen vor der Bühne sind die Laufwege speziell gekennzeichnet und durch Sichtschutz sind keine Zaungäste möglich. "Wenn die Premiere gut funktioniert, würde ich dies gerne weiterentwickeln und wieder veranstalten", so Hoffmann.

Das Visual Sound Festival findet statt vom 7. bis zum 9. August. Beginn ist jeweils um 19 Uhr im Hof Ost am Kulturort Depot, Immermannstraße 29. Eine Kartenvorbestellung ist notwendig, die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Der Eintritt kostet pro Abend 20 €, ermäßigt 15 € (U20: Eintritt frei).

Ticket gibt es unter: Tel. 0231-8822001, E-Mail: a.h.performance@t-online.de, www.licht-schatten-projekte.de

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