Dealer nicht mehr auffindbar

23.10.2007 / Lesedauer: 2 min

Seine Ex-Freundin sitzt in Japan in einem Frauengefängnis, er selbst ist offenbar untergetaucht. Vor dem Dortmunder Landgericht ist gestern der Berufungsprozess gegen einen mutmaßlichen Drogendealer geplatzt, der die Dortmunderin Karina B. (23) im Juni 2004 mit 13 000 Ecstasy-Pillen nach Asien geschickt haben soll.

Das Amtsgericht hatte den Dortmunder zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Zu milde, befand die Staatsanwaltschaft und legte Berufung ein. Sobald der mutmaßliche Dealer wieder auftaucht (es gibt einen Suchvermerk im Polizei-Computer), wird der Prozess nachgeholt. Vielleicht ist dann ja auch Karina B. aus dem japanischen Frauengefängnis zurück und kann als Zeugin aussagen.

Die 23-Jährige war nach ihrer Festnahme am Flughafen von Tokio zu sieben Jahren Haft plus Zwangsarbeit verurteilt worden, kann den Rest der Strafe nach ihrer bevorstehenden Abschiebung aber nun wohl in Deutschland absitzen. Wie es heißt, ist sie möglicherweise schon Weihnachten zu Hause. jh

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