Der Fahrplan für neue Parkzonen in der Innenstadt

Prioritätenliste vorgestellt

Die Stadtverwaltung unternimmt einen neuen Anlauf zur Einrichtung neuer Parklizenz-Gebiete in der Innenstadt. Die Politik soll über eine Prioritätenliste beraten. Wir zeigen, was geplant ist.

DORTMUND

, 27.09.2017, 02:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Fahrplan für neue Parkzonen in der Innenstadt

Seit drei Jahren ist auch das Gerichtsviertel nördlich der Hamburger Straße ein Parklizenz-Gebiet. Die Einführung verlief hier, nach der Erfahrung der Stadtverwaltung ohne größere Probleme.

Insgesamt 21 Gebiete haben die Verkehrsplaner der Stadt rund um die City ausgemacht, in denen hoher Parkdruck besteht und in denen damit Parklizenzen für Anwohner Sinn machen könnten. Zum Teil werden sie von Anwohnern ausdrücklich gewünscht. Doch mit Blick auf die nötigen Voruntersuchungen, Diskussionen und personellen Kapazitäten ist klar, dass eine Einführung von Parklizenzen nicht auf einen Schlag durchgesetzt werden kann. „Wir robben uns weiter vort“, sagte Oberbürgermeister Ullrich Sierau nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands.

Sechs neue Parklizenz-Gebiete

Die Verwaltungsspitze schlägt der Politik deshalb ein vierstufiges Konzept vor. In der ersten Stufe, die in den nächsten drei Jahren realisiert werden könnte, sind sechs neue Parklizenz-Gebiete meist unmittelbar rund um den Wallring vorgesehen. Nämlich die Bereiche:

  • Geschwister-Scholl-Straße rund um den Brügmann-Block
  • Löwenstraße östlich des Ostwalls,
  • Gutenbergstraße als Lückenschluss zwischen City und dem bestehenden Lizenzgebiet Chemnitzer Straße,
  • Westerbleichstraße nördlich des Hauptbahnhofs,
  • Ritterstraße nördlich der Rheinischen Straße bis zur Bahnlinie und
  • Union-Viertel zwischen Möllerstraße und Rheinische Straße bis etwa zur Dorstfelder Brücke.

In den beiden letztgenannten Gebieten ist der Parkdruck durch die Ansiedlung der Berufskollegs am U-Turm deutlich gestiegen, berichtet Planungsdezernent Ludger Wilde. Anwohner beklagen sich, dass die engen Wohnstraßen vermehrt von Nicht-Anwohnern zugeparkt werden. „Unser Ziel ist, über Bewohner-Parkzonen das Fremdparken zu reduzieren und so mehr Platz für die Anwohner zu schaffen“, erklärt Wilde.

Auf der Prioritätenliste in die zweite Reihe gerutscht sind vier Gebiete aus der östlichen Innenstadt, über die schon länger diskutiert wird, wo es aber auch schon heftigen Widerspruch von Anwohnern gab. Die Bereiche Kaiserstraßen-Viertel, Düsseldorfer Straße, Hainallee und Markgrafenstraße gehören nun zur zweiten Realisierungsstufe, die wohl erst nach 2020 in Angriff genommen wird.

Seit Jahren wird gestritten

Erst zur dritten Stufe gehören dann neben den Bereichen Olgastraße, Karl-Marx-Straße, Friedenstraße und Rosa-Luxemburg-Straße im Stadtbezirk Innenstadt-Ost auch das Kreuzviertel in der westlichen Innenstadt, wo über das Für und Wider eine Anwohner-Parkzone schon seit vielen Jahren heftig gestritten wird.

„Das Kreuzviertel ist nicht zufällig in der dritten Realisierungsstufe, weil dort auch die meisten Konflikte sind“, sagte Sierau. Klar ist, dass vor einer Entscheidung über Parklizenzen die Anwohner bei Info-Veranstaltungen angehört werden und es auch ein formelles Beteiligungsverfahren gibt.

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