"Der Mann war wie von Sinnen"

Solche Menschen können einem wirklich Angst machen: Am Dortmunder Amtsgericht ist gestern ein 28-jähriger Mann verurteilt worden, der während der Loveparade plötzlich völlig ausgerastet ist.

26.03.2009, 20:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sein Opfer war 58 Jahre alt, hatte den Angriff nicht einmal kommen sehen. Der Mann aus Sprockhövel aß gerade eine Currywurst, als er von hinten angesprungen wurde. Er bekam einen Schlag auf den Kopf, wurde brutal herumgeschleudert. "Ich wusste gar nicht wie mir geschah", sagte der selbstständige Unternehmer. Seine Ehefrau (59) hat die Szene dagegen noch genau vor Augen. "Der Mann kam plötzlich von hinten angeschossen, er war wie von Sinnen."

Die anderen Loveparade-Besucher in der Nähe haben sofort reagiert. Sie stürzten sich auf den Angreifer, versuchten, ihn niederzuringen. Doch das war gar nicht so einfach. "Der war völlig schmerzunempfindlich, hatte Bärenkräfte", erzählten sie später der Polizei. Sechs Passanten und vier Polizisten waren am Ende nötig, um den Mann am Boden zu fixieren. Doch selbst dabei wurde einer der Beamten noch ins Schienbein gebissen. Auf der Wache ist der Angeklagte dann allerdings zusammengebrochen. Er hatte sich offenbar zu sehr verausgabt.

An die Tat selbst will er übrigens keine Erinnerung mehr haben. Nach eigenen Angaben hatte er seinen Körper damals mit Alkohol und Ecstasy voll gepumpt. Zurzeit befindet er sich in einer Psycho-Therapie.

Sein Opfer leidet noch heute unter dem Angriff. Bei der Tat war eine Sehne in der Schulter angerissen, er ist noch immer in Behandlung. Das Urteil: 3800 Euro Geldstrafe. jh

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