Senioren sind im Visier international arbeitender Straftäter

Tag des Kriminalitätsopfers

Viele Senioren sind vermögend und im hohen Alter für international arbeitende Straftäter leichte Opfer. Der Weiße Ring warnt am Tag des Kriminalitätsopfers vor den Methoden.

Dortmund

, 20.03.2019, 16:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Trickbetrüger rufen aus ausländischen Callcentern an, um ihre Opfer abzuziehen. Spezialisiert sind die in Banden organisierten Täter auf Senioren.

Trickbetrüger rufen aus ausländischen Callcentern an, um ihre Opfer abzuziehen. Spezialisiert sind die in Banden organisierten Täter auf Senioren. © Peter Bandermann

Der 22. März eines jeden Jahres ist der „Tag des Kriminalitätsopfers“. Die Dortmunder Polizei, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und die Opferschutzorganisation Der Weiße Ring bitten Senioren und Angehörige im Wilhelm-Hansmann-Haus an der Märkischen Straße 21 von 10 bis 15 Uhr zum Gespräch, um über die Methoden auch international arbeitender Banden zu informieren.

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„Ohne Furcht im Alter“, heißt die Kampagne des Weißen Rings, der die Sicherheit von Senioren in den Mittelpunkt rückt. „Prinzipiell kann jeder jederzeit und überall Opfer von Täuschung und Betrug werden“, warnt der Leiter der Außenstelle des Weißen Rings in Dortmund, Ingo Moldenhauer.

Trickreiche Callcenter in der Türkei

Kriminelle suchten gezielt ältere Menschen als Opfer aus, weil sie dort besonders günstige Tatbedingungen vermuten. Die international arbeitenden Banden sitzen laut dem Weißen Ring zum Beispiel in auf Trickbetrug am Telefon spezialisierten Callcentern in der Türkei und würden sich bei Anrufen als Wasserwerker, Polizisten, Gerichtsvollzieher oder Verwandte in Not vorstellen. Der Weiße Ring erkennt eine „hohe kriminelle Energie“ und „verblüffenden Ideenreichtum“.

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Im Raum München erbeuteten die Täter Anfang Februar 2019 mehr als 400.000 Euro. Nach 400 Telefongesprächen.

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