Deshalb fährt die Dortmunder Polizei bald Ford und Mercedes statt BMW und VW

mlzNeue Polizeiwagen

Drei Jahre lang war die Polizei im BMW unterwegs - jetzt steigen die Beamten um. Der Wechsel hat ganz praktische Einsatzgründe, aber auch finanzielle Ursachen. Die neuen Autos im Überblick.

Dortmund

, 25.09.2019, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 70 Streifenwagen der Polizei sind in Dortmund und in Lünen unterwegs - in den kommenden Monaten werden alle nach und nach ausgetauscht. Statt BMW und VW sind dann Ford und Mercedes-Benz auf den Straßen zu sehen. Die ersten Modelle des Ford S-Max und des Mercedes-Benz Vito sind bereits im Einsatz.

„Die bisherigen Fahrzeuge sind geleast“, erklärt Wachleiter Michael Großmann. Wenn die Verträge jeweils auslaufen, werden die Autos gegen ihre Nachfolger getauscht. „Durch das Leasing müssen wir bei der Rückgabe Blaulicht, Funk und andere Umbauten zurückbauen“, so Großmann.

Das sei äußerst aufwendig, außerdem lohne sich das Leasing finanziell nicht, weil die Wagen im Einsatz schon mal die eine oder andere Macke abkriegen. Jetzt hat sich die Polizei entschieden, die neuen Streifenwagen zu kaufen.

Vor allem über den Wechsel von 3er-BMW auf den größeren Ford S-Max freuen sich viele Polizisten, weil jetzt mehr Platz im Wagen ist. „Die Wagen sind viel komfortabler“, sagt Oberkommissar Jan Schröder, der zu den ersten Fahrern gehört. Bislang mussten die Helme der Polizisten auf dem Rücksitz mitgenommen werden.

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Vorstellung der neuen Polizeiwagen

Drei Jahre lang war die Polizei im BMW unterwegs - jetzt steigen die Beamten um. Der Wechsel hat ganz praktische Einsatzgründe, aber auch finanzielle Ursachen. Die neuen Autos im Überblick.
25.09.2019
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Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Die alten BMW werden nach und nach über die nächsten Monate aussortiert.© Kevin Kindel
Statt des VW-Bullis ist zukünftig der Mercedes-Benz Vito im Einsatz.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel
Einblicke in die neuen Dortmunder Polizeiwagen.© Kevin Kindel

Immer häufiger sind die Beamten außerdem mit Auszubildenden unterwegs - jetzt können sie alle Teile der Ausrüstung im Kofferraum unterbringen. „Man merkt deutlich, dass unsere Kollegen an der Auswahl der Fahrzeuge beteiligt waren“, sagt Schröder. In einer Testphase haben auch Dortmunder Polizeibeamte mehrere Auto-Kandidaten getestet.

Natürlich würden sich die Beamten erst einmal in Ruhe mit den neuen Autos vertraut machen, sagt Michael Großmann. Manche Knöpfe seien anders verbaut - außerordentliche Fahrtrainings für die Beamten seien aber nicht geplant. Das Fahrsicherheitstraining gehört grundsätzlich zur Ausbildung und werde je nach Möglichkeit alle paar Jahre wiederholt, ergänzt Schröder.

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Die Funkgeräte sind in der Mittelkonsole fest verbaut, eine kleinere Modifikation ist zum Beispiel eine Plastik-Halterung für die rote „Kelle“, die im Fußraum angebracht ist. Wenn der Kofferraum geöffnet ist, sieht man in der Klappe jetzt gelbe Blinklichter - sinnvoll zum Beispiel, wenn die Polizisten an ungesicherte Unfallstellen kommen.

Für ganz Nordrhein-Westfalen werden rund 2200 Fahrzeuge neu angeschafft, teilte Innenminister Herbert Reul in dieser Woche mit. Das kostet bis 2021 rund 116 Millionen Euro. Sowohl den Ford S-Max als auch den Mercedes Vito gibt es für Privatleute in der Basisausstattung ab knapp unter 29.000 Euro. Je nach Ausstattung steigen die Listenpreise auf bis zu 57.000 Euro.

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