Deutsche Bahn baut Haltepunkt Aplerbeck-Süd um

mlzBahnhöfe in Dortmund

Der Haltepunkt Aplerbeck-Süd ist alles andere als modern. Jetzt soll sich das ändern, der Bahnhof wird umgebaut. Doch was ist mit dem Fußweg-Anschluss an die Wittbräucker Straße?

Aplerbeck

, 07.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel hofft, dass die Deutsche Bahn den Mitgliedern der Bezirksvertretung nach der Sommerpause die endgültigen Umbaupläne für den Bahnhof Aplerbeck-Süd vorlegt. „Es muss jetzt endlich losgehen“, so Schädel.

Dank des Zukunftsinvestitionsprogramms Barrierefreiheit, kurz ZiP, kann die Bahn auch endlich loslegen. Zumindest theoretisch. Denn: Wann es praktisch losgeht, steht noch nicht fest.

Die Tragkraft der Brücke wurde schon reduziert.

Die Tragkraft der Brücke wurde schon reduziert. © Jörg Bauerfeld

Noch müssen sich die Fahrgäste der Bahn die Treppe zum Bahnsteig herunter und wieder hochquälen, Barrierefreiheit gibt es nicht und auch die Optik des „steinalten Bauwerks“ nötigte die Bürger dazu, im letzten Sommer selbst zu Pinsel und Farbe zu greifen und den Bahnhof neu zu streichen.

Ein Fahrstuhl soll kommen

Jetzt soll alles anders werden. Neu, modern und mit einem Fahrstuhl ausgestattet, soll der Bahnhof Aplerbeck-Süd künftig allen Bürgern die Chance geben, auch mit der Bahn zu fahren.

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Was mit dem P+R-Parkplatz geschieht, steht noch in den Sternen. Die Sanierung dieser Buckelpiste fällt nicht unter das ZiP-Programm, der Parkplatz soll aber erhalten bleiben.

Verlegung des Bahnhofs gescheitert

Was die Aplerbecker aber auch umtreibt, ist ein direkter Fußweg-Anschluss an die Wittbräucker Straße. Ein Versuch, den Bahnhof rund 200 Meter in Richtung Osten zu verschieben, scheiterte an dem Veto der Anwohner.

„Es gibt aber noch die Möglichkeit, den umgebauten Haltepunkt an die Wittbräucker Straße anzubinden“, sagt Schädel. Das, so ist einem Schreiben der Stadt Dortmund zu entnehmen, wird aber teuer.

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Für eine barrierefreie Anbindung des Bahnsteigs an die Wittbräucker Straße könne das ZiP-Förderprogramm der Deutschen Bahn nicht in Anspruch genommen werden. Unter anderem, da es sich hierbei nicht um die günstigste Baumaßnahme handele, ist dort zu lesen.

Alte Brücke erneuern und Rampe bauen

In Aplerbeck hofft man dennoch irgendwann auf diese Lösung. Die Trumpfkarte könnte dabei die alte Brücke an der Wittbräucker Straße sein, die die Bahnlinie in Höhe der Fuldatrasse quert.

Denn das alte Bauwerk ist nicht mehr im besten Zustand und müsste dringend erneuert werden. „Dann könnte man gleichzeitig eine Rampe zum Bahnsteig bauen, um auch einen barrierefreien Zugang von der Wittbräucker Straße zu schaffen“, so Schädel.

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