Verschwundene Briefkästen? Post wehrt sich vehement gegen Vorwürfe

mlzDeutsche Post

Zwei Gebäude wurden abgerissen. Die zuvor dort angebrachten Briefkästen tauchten nie wieder auf. Lässt die Post die gelben Kästen einfach aus dem Ortsbild verschwinden? Das Unternehmen reagiert.

Schüren

, 07.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist die Sorge um die älteren Mitbürger, die die Schürener CDU seit Jahren umtreibt. Vor allem die Sorge um die, die noch Briefe schreiben und dann keinen Briefkasten in ihrer Nähe haben.

Reinhard Frank, CDU-Ratsvertreter, hatte daher auch einen regen „Briefwechsel“ mit der Deutschen Post und wirft dem Unternehmen vor, immer mehr Briefkästen abzubauen und keine neuen zu installieren.

Zwei Briefkästen weg, kein neuer da

Vor allem im Bereich Schüren werden es immer weniger Kästen. Im Klartext: Mit dem Abriss der Tanzschule Bailar an der Schüruferstraße und der alten Ladenzeile an der Gevelsbergstraße verschwanden auch die zwei zuvor dort angebrachten Briefkästen – neue wurden nicht angebracht.

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Eine Tatsache, die auch die Deutsche Post eingesteht, nun jedoch dagegen hält. „Wir haben eine gesetzliche Vorgabe, dass in einem Radius von 1000 Metern ein Briefkasten fußläufig erreichbar sein muss“, sagt Rainer Ernzer, Sprecher der Deutsche Post DHL Group. Und das sei auch in Schüren so.

Kein neuer Kasten am Penny-Markt

Auch dem Vorwurf, man habe der Post angeboten, am Penny an der Schüruferstraße einen neuen Briefkasten aufzustellen und die Post habe nicht reagiert, widerspricht Ernzer. „Hier einen Kasten aufzustellen, macht keinen Sinn, da an der Schürener Straße 53 und an der Erlenbachstraße 55 schon Briefkästen vorhanden sind.“

Hier stimme der vorgegebene Abstand. Am Penny werde es keinen neuen Briefkasten geben. Anders sieht die Situation an der neuen Schürener Mitte aus, wenn sie mal steht. „An die Marktscheiderstraße wird auf jeden Fall wieder ein Briefkasten kommen“, so Ernzer.

Post: Gesetzliches Soll erfüllt

Es gebe immer wieder Rufe nach mehr Briefkästen. Aber das Briefkasten-Netz sei seit Jahren stabil. „Wir erfüllen hier mehr als unser gesetzliches Soll. Im Schnitt ist in Dortmund jeder Briefkasten in 500 Metern zu erreichen – und das trotz des abnehmenden Briefmarktes.“

Natürlich verschwinde immer wieder ein Briefkasten wegen Baumaßnahmen. „Meistens kommt der Kasten dann aber wieder dahin. Aber wenn wir sehen, dass wir an einer anderen Stelle eher einen Briefkasten brauchen, wird er eben umgesetzt“, sagt Rainer Ernzer.

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