Die Baustelle am Königswall behindert nicht nur Autofahrer, sondern vor allem Radfahrer

mlzBaustelle am Königswall

An der Ecke Schmiedingstraße/Königswall müssen Radfahrer und Fußgänger den Wall überqueren, um zum Hauptbahnhof zu gelangen. Das ist nicht das einzige Ärgernis, wie manche Radler finden.

Mitte

, 22.03.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Henrik Fredenau ist verärgert über die Situation inmitten der City. An der Schmiedingstraße bis hin zum Königswall entsteht derzeit ein Großprojekt des Spar- und Bauvereins, das die kleine Schmiedingstraße in eine riesige Baustelle verwandelt hat (wir berichteten). Laut der Projektleitung, die für den Bau des 18-Millionen-Euro-Projektes verantwortlich ist, seien „nur geringe Auswirkungen“ auf den Straßenverkehr zu erwarten.

Henrik Freudenau indes sieht die Situation ganz anders. „Wie sieht es denn mit dem Fußgänger- und Radverkehr aus?“, fragt er. Für ihn seien die Auswirkungen „nicht etwa gering, sondern fundamental.“

Warum nur sei die Nutzung der Fuß- und Radwege am Königswall in Richtung Hauptbahnhof ersatzlos verboten, so der Dortmunder weiter.

Keine Weiterfahrt für Radfahrer

Tatsächlich verweisen provisorisch aufgestellte Verkehrsschilder darauf, dass man als Fußgänger oder Radfahrer schon am Westentor auf die andere Seite des Königswalls wechseln muss, um zum Hauptbahnhof zu gelangen.

„Hier hätte man sich für die Radfahrer wirklich etwas einfallen lassen sollen“, meint Jens-Peter Brix. Der Bochumer kennt die Dortmunder Innenstadt recht gut, ist hin und wieder hier unterwegs. Immer auf dem Rad. „Da weiß man: die Dortmunder City ist nichts für Radfahrer.“ Er geht gelassen um mit der Situation, steigt vom Rad, schiebt es über den Wall und radelt von dort weiter. „In Bochum ist das alles viel schlimmer“, erklärt er seine Gelassenheit.

Anders sieht es die Dortmunderin Maria Levermann. Sie radelt regelmäßig auf der Rheinischen Straße in die Innenstadt. Und schon dort sieht sie ein großes Problem: „Kurz vor dem Wall hört der Radweg ohne Ankündigung auf“, berichtet sie. „Da habe ich schon erlebt, dass ein Radfahrer angefahren worden ist.“ Die Situation an der Ecke Schmiedingstraße/Königswall findet sie nicht ganz so schlimm. Ihr Gesamturteil dagegen ist deutlich: „Das ist beängstigend hier, da wurde nicht mitgedacht.“

Seniorin kommt trotz Rollator mit Umwegen gut zurecht

Ziemlich entspannt sieht wiederum Elvira Tomaschewski die Lage in der City. Zwar ist sie stets mit ihrem Rollator unterwegs, „Ich komme aber gut damit zurecht.“ Mit Baustellen und Umwegen könne sie gut umgehen. Vielmehr hat sie Mitleid mit ihrer Schwester, die im Bereich der Schmiedingstraße wohnt: „Die hat für die gesamte Bauzeit ihren Parkplatz verloren.“

Das Bauende des Großprojektes ist für 2020 geplant, Anfang 2021 sollen die ersten Mieter in die neuen Häuser einziehen können.

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