Bei den Juicy Beats Park Sessions im Westfalenpark können Hunderte Zuschauer Konzerte verfolgen - erstmals seit fast einem Jahr. © Oliver Schaper
Statistik

Die Corona-Entspannung in Dortmund in 3 Grafiken einfach erklärt

Nach Monaten der Isolation kehren die Dortmunder zur Normalität zurück. Die positive Entwicklung ist an verschiedenen Kennzahlen ganz deutlich abzulesen.

Das Leben in Dortmund kehrt nach Monaten des Lockdowns weitestgehend zum Normalzustand zurück. An der frischen Luft gibt es keine flächendeckende Maskenpflicht mehr, viele Freizeiteinrichtungen öffnen wieder. Drei Statistiken zeigen besonders gut, wie sich die Stadt erholt.

Die 7-Tage-Inzidenz ist ein gutes Merkmal, um verschiedene Städte miteinander zu vergleichen, weil sie pro 100.000 Einwohnern berechnet wird. Um aber zu sehen, wie wahrscheinlich es ist, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, ist der Blick auf die absoluten Infektionszahlen in der Stadt hilfreicher.

Zwei Wochen nach dem Nachweis einer Infektion gilt man als genesen. Die Zahl der Infizierten bis zum Ablauf dieser zwei Wochen zeigt, wie viele Menschen aktuell als infiziert gelten.

15 Mal weniger Infizierte als im November

Aktuell (Stand Dienstag, 22. Juni) trifft das nur noch auf 166 Menschen zu, die ansteckend sind und sich in Quarantäne befinden. Das ist der niedrigste Wert seit September. Der negative Höhepunkt lag am 7. November bei 2564 Personen. Vereinfacht gesagt, war die Wahrscheinlichkeit, auf Infizierte zu treffen, damals also fast 15 Mal höher als heute.

Grundlage aller Corona-Schutzmaßnahmen ist der Wille, möglichst wenig Patienten in Krankenhäusern behandeln zu müssen. In ganz Dortmund waren Mitte Mai, als die Ausgangssperre galt, nur 16 Intensivbetten frei. Der Anteil der Covid-Patienten auf den Intensivstationen war mit bis zu 17 Prozent relativ hoch.

Nachdem jetzt deutlich weniger Corona-Kranke behandelt werden müssen, hat sich diese Lage auch entspannt. Am 14. Juni waren 57 freie Betten gemeldet - die Gesamtzahl variiert ständig, weil die Krankenhäusern spontan je nach Bedarf umplanen können, wenn sie die Luft dafür haben. Nur noch zwei Prozent aller Intensivpatienten der Stadt haben aktuell Covid-19.

Mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen sind auch wieder deutlich mehr Menschen zum Shopping in die Innenstadt geströmt. Am 7. März 2020, zwei Tage nachdem die ersten Dortmunder Corona-Fälle bekannt wurden, sind rund 67.000 Passanten elektronisch auf dem Westenhellweg gezählt worden. Dann rauschten die Zahlen durch den ersten Lockdown in den Keller.

Über den Sommer pendelten sich die Werte der meisten Tage etwa um 30.000 ein - bis zum erneuten Lockdown ab Mitte Dezember. Seit dem Wegfall der Test- und Terminpflicht fürs Shopping sind die Kundenzahlen sprunghaft angestiegen. Am 12. Juni sind rund 62.200 Menschen gezählt worden - Höchstwert seit dem März des Vorjahres.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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