Die ehrlosen Spendenräuber

29.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Auch im RN-Service Center am Westenhellweg können Besucher Geld für den Kinderschutzbund spenden.  Wegener</p>

<p>Auch im RN-Service Center am Westenhellweg können Besucher Geld für den Kinderschutzbund spenden. Wegener</p>

Auch unter Räubern gibt es einen Ehrenkodex. Man überfällt keine Behinderten, verpfeift Komplizen nicht. Und klaut niemals Spendendosen. "Von wegen", schimpft Margrit Ingenbleek, "immer öfter werden in den vergangenen Monaten die Spendenhäuschen vom Kinderschutzbund gestohlen. Die Diebe werden immer unverschämter."

Seit mehreren Jahren kümmert sich die 55-Jährige um die rund 30 "Spardosen", die in vielen Geschäften in der Innenstadt stehen. Eine Menge Kleingeld kommt so für den Verein zusammen - allein im vergangenen Jahr waren es rund 1300 Euro. Viel Geld für den Kinderschutzbund, der für seine wichtige Arbeit dringend auf Spenden angewiesen ist.

Mittlerweile sei es nötig geworden, die Holzhäuschen anzuketten - und nicht einmal das schrecke dreiste Schurken ab: "Mindestens acht Mal wurden sie schon gewaltsam entwendet", berichtet Margrit Ingenbleek.

Erst vor kurzem hätte ein junger Mann in einem Friseurgeschäft in der Innenstadt ein Häuschen unter die Jacke geschoben. "Glücklicherweise erwischte der Inhaber den Räuber gleich um die Ecke. Großzügigerweise ließ er ihn laufen." Eine Mitarbeiterin rief sicherheitshalber bei einem Kollegen in der Nachbarschaft an, der ebenfalls für den Kinderschutzbund sammelt. "Tatsächlich stand der Kerl dort schon an der Theke und hatte das Häuschen im Visier..."

Die 55-Jährige bittet Ladenbesitzer, die Spendenhäuschen künftig gut im Auge zu behalten. Und sucht weitere Geschäftsleute, die solche Boxen bei sich aufstellen. weg

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