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Die Feuerwehr am Phoenix-Werk

Der Hörder Eberhard Pluntke zeigt seine Fotos aus den 1950er-Jahren - und erzählt, wie sein Vater am Hochofen für die Sicherheit sorgte.
02.10.2019
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1953 stand die Wache der „Werksfeuerwehr Hörde“ noch unmittelbar neben der Burg. „Sie befand sich jahrzehntelang genau über der Stelle, wo heute die alte Burgruine ausgegraben ist“, beschreibt Eberhard Pluntke. Im Westflügel der Burg befand sich der Werksarzt, der sogenannte „Heildiener“, in dessen früheren Räumen sich heute das Hörder Heimatmuseum befindet.© Eberhard Pluntke
Aus Platzgründen wurde die Wache später zum „Tor 1“ des Werks an der Hochofenstraße verlegt. Diese Ansicht einer Weltpostkarte aus den 1950er-Jahren zeigt das Werk mit Blick Richtung Westen. Die Bezeichnung als „Phoenix-West“ wurde erst später geläufig.© Eberhard Pluntke
Die Werksfeuerwehr – hier 1956 vor einer Drehleiter – war für die damals so bezeichneten Werke „Hochofen“ an der gleichnamigen Straße und „Phoenix“ am Standort des heutigen Sees zuständig. Zu ihren Aufgaben zählte die oft komplizierte und gefährliche Brandbekämpfung im Stahlwerk und im Bereich der Hochöfen, Einsätze bei Gasgefahr und der allgemeine Unfallschutz.© Eberhard Pluntke
Eberhard Pluntkes Vater Gerhard – zweiter von links – gehörte der Feuerwehr schon 1938 an. Damals wurde sie im Rahmen des Werkschutzes lediglich als „Brandwache“ bezeichnet. „Ich habe meinen Vater zu Anfang der 1950er-Jahre nach Schulschluss oft mit meinem Tretroller am Werkstor besucht und abgeholt. Gelegentlich durfte ich sogar eines der beiden Löschfahrzeuge besichtigen“, erinnert sich Eberhard Pluntke.© Eberhard Pluntke
„Mein Vater war Leiter der Werksfeuerwehr. Das zeitweilige Werkstelefon und das Blaulicht der Einsatzwagen waren vor unserer Wohnung alltäglich, denn er war auch nach Dienstschluss bei Tag und Nacht in der Verantwortung“, erzählt Pluntke.© Eberhard Pluntke
Auch Schulungsprogramme für die Werksarbeiter zu wichtigen Sicherheitsthemen gehörten zu den Aufgaben von Eberhard Pluntkes Vater. In diesem Bericht des „Hüttenspiegels“ – der Werkzeitung des Hörder Betriebs in den 1950er-Jahren – wird auf das richtige Verhalten bei Gasgefahr hingewiesen. Zu jener Zeit wurden Oberbrandmeister Gerhard Pluntke und neun seiner Kameraden vom NRW-Innenminister mit dem silbernen Feuerwehr-Verdienstkreuz ausgezeichnet. © Eberhard Pluntke
Dieses Postkartenmotiv aus den 1950er-Jahren zeigt das Werk an der Hochofenstraße mit Blick Richtung Osten. Heute heißt die Straße in diesem Abschnitt Konrad-Adenauer-Allee und rund um das imposante Industriedenkmal haben sich moderne Technologieunternehmen angesiedelt.© Eberhard Pluntke