Die Kassen klingelten - aber nicht überall

Verkaufsoffener Sonntag

Verkaufsoffener Sonntag in der Dortmunder Innenstadt - und an vielen Orten drumherum. Obwohl die City aus allen Nähten platzte, zogen die Händler ein gemischtes Fazit. Problem: das Wetter.

DORTMUND

von Von Susanne Riese und Ulrike Böhm-Heffels

, 02.10.2011, 19:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Hätten Sie Lust, bei 28 Grad einen Norwegerpulli anzuprobieren? Na, sehen Sie!“ Bernd Düvel, Geschäftsführer bei Galeria Kaufhof, hat Verständnis für seine Kunden, die zwar auch die Galeria in Scharen besuchen, sich beim Anprobieren und Kaufen aber zurückhielten. „Eigentlich ist dieser verkaufsoffene Sonntag der klassische Klamottentag“, sagte Düvel. Aber bei dem Wetter fehle einfach der Drang zur Herbstmode. „Der Umsatz bleibt auf jeden Fall hinter dem zurück, was zu erwarten war.“

Nebenan in der Thier-Galerie ein anderes Bild. Vor allem das junge Publikum zeigte sich unerschrocken ob der Außentemperaturen und probierte sich tapfer durch alles, was Jeansläden, Surferlabels sowie Hollister und Primark hergeben. Da so viel Tatendrang hungrig macht, bildeten sich auch in der „Foodlounge“ Schlangen – wir zur besten Sommerzeit – vor allem an der Salattheke. Noch mehr Anziehungskraft hatten die eiskalten Verlockungen der „Happiness Station“ und des Eiscafés Biancaneve, wo die Bedienungen ununterbrochen mit Eisbechern balancierten.

Peter Erb, der Chef von Karstadt, freute sich, dass Haushaltswaren gut liefen. Sonst sah er weniger Tüten, als er wollte. Ähnlich das Bild auch bei Boecker. „Es ist zu warm. Die Leute bleiben lieber im Garten sitzen“, glaubte Geschäftsführer Salvatore Secchi. Am Nachmittag holte C & A auf. Gegen 16 Uhr, zwei Stunden vor Geschäfts-ende, quoll der Ostenhellweg über. Filialleiter Thomas Rohlmann bemerkte immer noch reichlich Nachfrage für Dirndl und Co., selbst Winterjacken und Wollsachen gingen weg. Eine bessere Frequenz erhofft sich der City-Handel von den nächsten verkaufsoffenen Sonntagen am 6. November und 4. Dezember.

Gemischt blieb das Fazit im Indupark in Kley. Während der Modeanbieter Kress viele Kunden daheim am Grill vermutete, waren sich die Geschäftsführer von Promarkt und Real, Andreas Jung und Andreas Lukas, einig: „Wir können nicht klagen.“

Lesen Sie jetzt