Die neuesten Eckenga-Geschichten gibt es vorerst nur in Buchform

mlzKabarett

Das Kulturleben liegt brach. Wegen der Corona-Krise sind keine Veranstaltungen möglich. Zu den Opfern gehört auch der Kabarettist Fritz Eckenga. Der hat immerhin ein neues Buch im Handel.

Dortmund

, 06.04.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Affen scheinen es ihm irgendwie angetan zu haben . In seinem letzten Solo-Programm „Nehmen Sie das bitte persönlich“ spielte ein Affenkostüm schon eine große Rolle Jetzt ziert ein Affenkopf den Titel des neuen Buches von Fritz Eckenga „Am Ende der Ahnenstange“. Es folgt der Erkenntnis: In 300.000 Jahren Entwicklung des aufrechten Gangs hat sich am Hirnstamm des Menschen so gut wie nichts weiterentwickelt.

Das neue Buch von Fritz Eckenga.

Das neue Buch von Fritz Eckenga. © Agentur

Es ist ein klassisches Eckenga-Werk, in dem er in kurzen Geschichten in wunderbaren Wortkaskaden einen Blick auf Menschen und Ereignisse wirft. Das reicht vom Chaos auf dem eigenen Schreibtisch über den Fluch der Laubbläser und Internet-Algorithmen bis zu einem „Wintertagebuch“ in mehreren Fortsetzungen. Viel Politik ist dabei, natürlich auch Fußball.

Und man erfährt, wer (Achtung Spoiler) am Ende der Ahnenstange steht, mithin die Krone der Schöpfung bildet: „der Bewohner des Planeten Ruhrgebiet. Der Ruhrie. Strukturgewandelt, aber traditionsbewusst. Hin- und hergerissen, aber standorttreu. Vielfältig, angepasst, artenreich.“

Alle Auftritte abgesagt

Live wird man Geschichten aus dem Buch vorerst nicht erleben können. Alle Auftritte der nächsten Wochen sind abgesagt. Eigentlich wäre Fritz Eckenga in diesen Tagen mit dem „Ende der Ahnenstange“ in Köln, Bonn und Oberhausen unterwegs. „Wir suchen jetzt nach Ersatzterminen“, erzählt der Kabarettist.

Teilweise gibt es die schon. Wie für sein Programm-Special „Eckenga@Beste Gäste“. Die für den 21. März geplante Veranstaltung mit Jana Fischer und Horst Evers ist auf den 13. Juni verlegt, der für den 9. Mai geplante Abend mit den besten Gästen Oliver Welke und Kai Magnus Sting auf den 31. Oktober. Die Karten behalten ihre Gültigkeit.

Bis dahin macht Fritz Eckenga wie so viele andere „Homeoffice“ - für ihn als „Wortkünstler“ eigentlich Alltag. Und auch Kurzarbeit ist für ihn kein Thema. Seine Radiobeiträge laufen weiter. „Und das nächste Buch ist schon in Arbeit“, verrät Eckenga. Es soll im Herbst erscheinen. Dann hoffentlich wieder mit geöffneten Buchhandlungen.

Bis dahin hofft der Kabarettist, dass viele den Lieferservice örtlicher Buchhändler nutzen, um sich mit Lesestoff einzudecken. Zum Beispiel mit dem „Ende der Ahnenstange“.

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„Am Ende der Ahnenstange“ ist im Verlag Klaus Bittermann erschienen und für 16 Euro erhältlich.

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