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Die Pannen-Serie am Dortmunder U

Seit seiner Eröffnung im Mai 2010 kam es im Dortmunder U immer wieder zu Pannen. Wir zeigen eine Auswahl.
09.03.2015
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Eröffnung in der halben Baustelle: Schon zum Start gibt es große Probleme rund um den U-Turm. Die Bauarbeiter sind nicht rechtzeitig fertig geworden. Bei der offiziellen Eröffnung im Mai 2010 ist das U noch eine halbe Baustelle. Für Probleme sorgt anfangs die marode Bausubstanz, die Gutachter zuvor besser beurteilt hatten.© Archivfoto: Dieter Menne
Im November 2010 kommt heraus, dass die Kosten für die Sanierung des maroden Turms explodiert sind. Allein die Außensanierung des Turms schlägt nun mit 22,5 Millionen Euro zu Buche - eine Kostensteigerung um 275 Prozent. Insgesamt stehen die Kosten im April 2011 bereits bei 83,3 Millionen Euro - statt der anvisierten 54,8 Millionen. Wie teuer der Umbau des U schlussendlich wirklich ist, ist bis heute (März 2015) unklar. Die Veröffentlichung der Abschlussrechnung ist schon mehrmals verschoben worden.© Archivfoto: Dieter Menne
Wenige Monate nach der Eröffnung des U-Turms für das Publikum klagen viele Besucher über eine Verwahrlosung des Komplexes. Überall im Gebäude sind Scheiben gesprungen oder gerissen, Wände weisen tellergroße Löcher auf, der Baustaub von abgeschliffenen Böden verteilt sich im Gebäude.© Archivfoto: Tilman Abegg
Anfang März 2012 macht die Dachterrasse Probleme: Nur drei Monate nach ihrer Eröffnung sind Baumängel aufgefallen - die spektakuläre Aussichtsplattform wird wieder gesperrt. Abstände zwischen Treppen sind nicht korrekt, ein Aufzug blockiert Fluchtwege, gleich mehrere baurechtliche Vorgaben sind missachtet worden.© Archivfoto: Dieter Menne
Die nächste Panne kommt im Juni 2012 ans Licht, diesmal trifft es den Haupteingang des U-Turms: 7 der 13 Glasscheiben in der Fassade sind ausgetauscht worden, weil Risse aufgetreten sind. Die verbliebenen 6 Scheiben weisen jedoch ebenfalls erhebliche Baumängel auf und könnten ein Sicherheitsrisiko bergen. So stehen die rund 900 Kilogramm schweren Fenster innerhalb des Rahmens auf Klötzchen, die nur rund 300 Kilogramm Gewicht tragen können.© Archivfoto: Tilman Abegg
Der Sommer 2012 ist kein guter für das Dortmunder U. Fast im Monatstakt kommen nun neue Pannen heraus. Im neuesten Fall geht es um den Fußboden im Restaurant „View“ im U-Turm. Der schwarze Linoleumboden wirft Blasen.© Archivfoto: Dieter Menne
Im September 2012 hat das U seinen Ruf als Possen-Garant weg: Weil die ursprünglich geplante Treppe zur Aussichtsplattform aus Sicht des Bauordnungsamts zu schmal ist und Sicherheitsgeländer fehlen, setzt die Stadt kurzerhand eine zweite Treppe obendrauf. Die Terrasse ist daraufhin wieder kurz geöffnet, wird zum Winter 2012 aber wieder gesperrt.© Archivfoto: Dan Laryea
Im Oktober 2012 erwischt es das bisher verlässlichste Aushängeschild des Kreativzentrums: Ein technischer Defekt legt die Fliegenden Bilder unterhalb des goldenen U lahm. An der Südseite des weithin sichtbaren U-Turms zeigen die LED-Displays im unteren Bereich gar keine Bilder mehr. Auf der Ostseite ist in den oberen Feldern nur noch eine rote Fläche zu sehen. Nach zwei Tagen ist der Defekt behoben.© Archivfoto: Dieter Menne
Die nächste Hiobs-Botschaft aus dem U-Turm kommt dann im November 2013 - wieder geht es um die Dachterrasse: Nachdem sie im Sommer 2013 zwischenzeitlich wieder geöffnet gewesen ist, ist nun klar, dass sie wieder lange schließen muss. Der Grund: Der Fußboden ist brennbar. Die Holzdielen müssen gegen einen Steinbelag getauscht werden. Erst im Herbst 2014 wird die Plattform wiedereröffnet.© Archivfoto: Dieter Menne
Ein kleines Software-Problem entfaltet im Januar 2015 große Wirkung. Eine Nacht lang bleibt das goldene U an der Spitze des Turms dunkel. Es ist aber nur ein kleines Missgeschick: Am nächsten Abend leuchtet das Dortmunder Wahrzeichen wie gewohnt.© Archivfoto: Kevin Kindel
März 2015: Die hochmoderne Klimatechnik in den Depots des U-Turms ist möglicherweise nicht in der Lage, die meterdicken Außenwände des Turms auf Dauer trocken zu halten. Damit liegen alle Pläne für eine publikumsträchtige Ausstellung im Museum Ostwall mit berühmten Kunstwerken als Leihgaben bis auf Weiteres auf Eis.© Foto: Dieter Menne
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