Die Rahmer-Wald-Route: Ein Spaziergang ohne Hügel

mlzSpazierwege in Dortmund

Der Rahmer Wald hat alle Vorzüge eines Naherholungsgebietes mit viel Grün – mit einem unschlagbaren Bonus: gut ausgebauten Wegen, die angenehm flach sind.

Huckarde

, 14.09.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Rahmer Wald ist der größte Forst im Dortmunder Westen. Heute genießen Spaziergänger, dass dieses Stück Grün lange Zeit Bergbau-Unternehmen gehörte. Die bewirtschafteten den Wald und legten humorlos schnurgerade Wege an.

Dieses schachbrettartig angelegte Wegenetz hat heute den Vorteil, dass man Wanderrouten in beliebiger Länge anlegen kann, ohne den Wald verlassen zu müssen. Dabei ist das Wegenetz völlig Flach und eignet sich daher für alle Fitness-Level, also auch Kinder in Begleitung von Oma und Opa.

Die Rahmer-Wald-Route: Ein Spaziergang ohne Hügel

Oder soll es ein Picknick sein? Am Parkplatz Buschstraße gibt es die Möglichkeit dazu. © Holger Bergmann

Ein einfacher Rundweg ist 6,6 Kilometer lang und verbindet mehrere Sehenswürdigkeiten.

Erreichbarkeit

Autofahrer lassen ihr Gefährt am besten auf dem Waldparkplatz gegenüber dem Café Lebensart an der Buschstraße stehen. Wenn man sich nach dem Marsch stärken möchte, ist man bereits direkt am Auto.

Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs fahren zunächst mit der U47 zum Huckarder Bushof und dann mit der Buslinie 469 zur Haltestelle Vieffhausstraße. Von dort sind es nur 200 Meter zum Café. Von dort hat man nur die Qual der Wahl, ob man die Rund rechts- oder linksrum dreht.

Der Weg

Hat man sich für rechtsrum entschieden, geht es zuerst nach Westen. Gleich nach hundert Metern kann man einen Abstecher zum neuen Forsthaus. Das Forsthaus teilen sich die Kreisjägerschaft Dortmund, der Imkerverein Derne, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW und Fabido, um daraus einen außerschulischer Lernort zum Thema „Einweisung in die Natur“ und Ausstellungsort für Naturpräparate zu machen.

Die Rahmer-Wald-Route: Ein Spaziergang ohne Hügel

Das Forsthaus im Rahmer Wald steht vor seiner Eröffnung. © Holger Bergmann

Zurück auf dem eigentlichen Weg geht es an der zweiten Abzweigung nach rechts, also Norden. Dort erreicht man das Naturschutzgebiet Mastbruch und geht ein ganzes Stück entlang des Ufers. Das Wasser ist flach, wasserverrückte Hunde lieben diesen Anschnitt.

Hat man den See hinter sich gelassen, geht es nach rechts, eine lange Gerade bis zum Schloss Westhusen, ein wunderbarer Ort für eine Rast und um ein paar schöne Fotos zu machen.

Die Rahmer-Wald-Route: Ein Spaziergang ohne Hügel

Das Naturschutzgebiet Mastbruch ist klein aber idyllisch. © Holger Bergmann

Nach dem Abschied vom Schloss geht es an der Schloss-Westhusener-Straße entlang nach Westerfilde - das man aber links liegen lässt. Stattdessen biegt man an der U-Bahn-Trasse nach rechts ab nach Niedernette und dann entlang der Emscherallee zurück nach Huckarde. Kurz vor Ende der Ausbaustrecke der Emscherallee geht es wieder zurück in den Wald und man befindet sich auf dem direkten Rückweg zur Buschstraße.

Die Rahmer-Wald-Route: Ein Spaziergang ohne Hügel

Im Café Lebensart kann man sich nach dem Spaziergang mit einer großen Auswahl an Heißgetränken stärken. © Holger Bergmann

Besondere Stationen

Die neuen Nutzer des Forsthauses bauen ihre Angebote erst langsam auf. Ein Highlight der Route wird dieser Abstecher vermutlich erst im kommenden Jahr. Aber das Naturschutzgebiet Mastbruch und das als Seniorenheim genutzte Schloss Westhusen sind sehenswerte Stationen der Route, für die man eine Pause einplanen kann.

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Nicht nur in den Bergen macht das Wandern Spaß. Auch in Dortmund gibt es schöne Strecken zum Spazierengehen. In unserer neuen Serie „Spazierwege in Dortmund“ stellen wir Ihnen einige Routen vor. Dabei hilft uns maßgeblich der Sauerländische Gebirgsverein (SGV). Wir zeigen Ihnen längere und kürzere, anspruchsvolle und weniger anstrengende Wege. Die interaktive Karte im Artikel zeigt die Route im Detail und kann mit wenigen Klicks heruntergeladen werden. So können Sie auch offline bequem der Strecke folgen.
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