Dieb nahm das Weihwasserbecken mit - Festnahme

St.-Josefs-Hospital

Dieser Dieb aus Dortmund war dreist: In der Krankenhauskapelle des Hörder St.-Josefs-Hospitals ließ er am vergangegen Samstag ein 30 Kilogramm schweres Weihwasserbecken mitgehen - die Polizei kam ihm aber schnell auf die Schliche.

HÖRDE

16.08.2011, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pflegedirektorin Zirkler, Schwester Klara und Kriminalhauptkommissar Troitzer mit dem Bronzebecken.

Pflegedirektorin Zirkler, Schwester Klara und Kriminalhauptkommissar Troitzer mit dem Bronzebecken.

Nach nur 60 Minuten meldete der Kriminalhauptkommissar den Erfolg. Der auf Metalldiebstahl spezialisierte Ermittler hatte seine guten Kontakte zu Dortmunder Schrotthändlern genutzt und das 30 Kilogramm schwere Weihwasserbecken zur Fahndung ausgeschrieben. Einer der Metallverwerter hatte das Bronzebecken für 30 Euro als Gartenbrunnen aufgekauft und sich pflichtbewusst die Personalien des Täters notiert. Zeitgleich  nahmen Kollegen der Wache in Hörde einen 29-Jährigen fest, der in eine Garage eingebrochen war. Der Einbrecher erwies sich auch als  Weihwasserbecken-Dieb.

Inzwischen ist der Fall glasklar: Der 29-jährige Drogenabhängige hat ein Geständnis abgelegt und ist von der Videokamera des St.-Josefs-Hospitals in Hörde gefilmt worden. Gott sieht eben alles und nutzt dafür auch moderne Technik. Gestern übergaben Hildegard Pahlke und Peter Troitzer das Becken an Pflegedirektorin Stephanie Zirkler und an die aus Polen stammende Schwester Klara, die seit zwei Jahren im Josefs arbeitet. Letztere fühlte sich sogar mitschuldig. Denn sie war es, die auf die permanente Öffnung der Krankenhauskapelle gedrängt hatte, nachdem diese vor über einem Jahr wegen Vandalismus und anderer Diebstähle geschlossen worden war. Kaum war die Kapelle wieder geöffnet, ereignete sich der Diebstahl.

Auf die Festnahme reagierte Stephanie Zirkler mit Nächstenliebe: „Der Täter ist suchtkrank. Bestrafen sollten wir ihn nicht. Er soll einen Denkzettel bekommen und eine Therapie antreten.“

Lesen Sie jetzt