Dieb stach Teppichhändler mit Schere in die Brust - fünf Jahre Haft

Urteil des Landgerichts

Nach einem lebensgefährlichen Angriff mit einer Schere ist ein 25-jähriger Mann aus Dortmund zu vier Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte einem Teppichhändler aus der Nordstadt in die Brust gestochen. Das Opfer überlebte nur dank einer Not-OP.

DORTMUND

21.07.2015, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Landgericht in Dortmund.

Das Landgericht in Dortmund.

Die Bluttat passierte im Januar. Die Klinge der Schwere war tief in den Oberkörper des Teppichhändlers eingedrungen. Ein Lungenflügel kollabierte, das Opfer musste sofort operiert werden. Zwei Wochen lag der 49-Jährige damals im Krankenhaus, danach konnte er als weitgehend gesund entlassen werden.

Hintergrund der Tat war offenbar ein versuchter Diebstahl. Der Teppichhändler hatte den Angeklagten unter Verdacht, daraufhin war es zu einer Rangelei gekommen.

Richter sahen keine Tötungsabsicht

Die Staatsanwaltschaft hatte den 25-Jährigen ursprünglich sogar wegen versuchten Totschlags angeklagt. Weil das Dortmunder Schwurgericht allerdings keine Tötungsabsicht erkennen konnte, lautet das Urteil auf gefährliche Körperverletzung.

Der Angeklagte selbst hatte im Prozess behauptet, dass er den Teppichhändler zwar geschlagen, dabei aber gar nicht gemerkt habe, dass er eine Schere in der Hand hielt. 

 

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