Diebe stehlen das Schwert des Paulus

Immanuel-Kirche in Marten

Wer hat das „Schwert des Paulus“ gestohlen? Mit dieser ungewöhnlichen Frage hat sich die Polizei am Freitagnachmittag an die Öffentlichkeit gewandt. Unbekannte haben das Bronze-Schwert aus der Immanuel-Kirche in Marten entwendet - aus den Händen eines Apostels.

MARTEN

, 01.12.2017, 16:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Bild zeigt das Schwert des Paulus im Eingangsbereich der Immanuel-Kirche.

Das Bild zeigt das Schwert des Paulus im Eingangsbereich der Immanuel-Kirche.

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt, wurde das Schwert am 15. November zwischen 11.30 und 12 Uhr aus der Kirche gestohlen. Es gehörte zu einer Stein-Figur des Apostel Paulus.

Die Figur stammt aus dem Kirchenschatz der entwidmeten Dorstfelder Kirche an der Hochstraße, die jetzt als „Eventkirche“ genutzt wird. Die bewegliche Ausstattung des Gotteshauses wurde auf Weisung der Denkmalbehörde auf die anderen Kirchen der Elias-Gemeinde verteilt.

Paulus stand mit seinem Schwert im Eingangsbereich der Kirche

Die Paulus-Figur landete in Marten, obwohl die Gemeinde zunächst nicht wusste, wohin damit. Deshalb stand Paulus am 15. November im Eingangsbereich der Kirche, als zwischen 11.30 und 12 Uhr Unbekannte das metallene Schwert der Stein-Figur entwendeten.

Die Figur mit Schwert wurde extra für die Dorstfelder Kirche gefertigt, stammt also aus dem Jahr 1905. Das Schwerte gilt nicht als besonders wertvoll. Trotzdem ist die Gemeinde laut Pfarrerin Dr. Kerstin Schiffner sehr frustriert, weniger wegen des materiellen Verlustes, sondern mehr wegen der Unsicherheit, ob man weiterhin die Kirche für die Gläubigen öffnen kann. „Man hat das Gefühl, dass man eine Wache braucht“, sagt die Pfarrerin.

Schwert ein Symbol für das Wort Gottes

Der Apostel Paulus wird in der Regel mit Schwert dargestellt, zum einen weil er mit einem Schwert enthauptet wurden, zum anderen weil das Schwert ein Symbol für das Wort Gottes ist, das Paulus verkündet.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter der Rufnummer 0231/132-7441 zu melden.
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