Die Dortmunder Grünen haben ihre Kandidaten für die Bundestagswahl aufgestellt. © dpa
Bundestagswahl

Diese beiden Grünen wollen für Dortmund in den Bundestag

Wer tritt für die Dortmunder Grünen als Direktkandidaten bei der Bundestagswahl an? Diese Frage ist bei einer Online-Versammlung der Partei geklärt worden. Das Ergebnis stand schnell fest.

Die Dortmunder Grünen sind am Samstag (20.3.) zu einer Online-Mitgliederversammlung zusammengekommen. Ein Hauptpunkt auf der Tagesordnung: Die Wahl der Direktkandidaten für die beiden Dortmunder Wahlkreise zur Bundestagswahl im September.

Doch dass es diesbezüglich keine großen Überraschungen geben würde, war eigentlich schon im Vorfeld klar, denn: Für die beiden Wahlkreise hatte es jeweils nur einen Bewerber beziehungsweise eine Bewerberin gegeben.

Markus Kurth hatte sich für den Wahlkreis 142 beworben. Zu diesem gehören die Stadtbezirke Mengede, Huckarde, Innenstadt-West und -Ost sowie Hombruch und Lütgendortmund. Anke Weber stand für den Wahlkreis 143 zur Wahl. Dieser umfasst die Stadtbezirke Eving, Scharnhorst, Innenstadt-Nord, Brackel, Aplerbeck und Hörde.

Ungewöhnliche Versammlung

“Das ist eine merkwürdige Premiere, sich um ein Mandat zu bewerben vor einem Laptop mit Kamera“, sagte Markus Kurth bei seiner fünfminütigen Bewerbung – da passte es ins Bild, dass einem Mitglied während der Sitzung seine Katze auf den Schoß hüpfte.

Die Hauptthemen, die Kurth ansprach, waren vor allem der Klimawandel und die Erhöhung gesellschaftlicher Widerstandsfähigkeit für sozialen Zusammenhalt. Mit 59 „Ja“-Stimmen, sechsmal „Nein“ und vier Enthaltungen wurde er als Direktkandidat bestätigt – Applaus gab’s stumm per wackelnder Hände.

Danach war Anke Weber an der Reihe: Auch die von ihr angesprochenen Hauptthemen waren der Klimawandel und eine widerstandsfähige, soziale Gesellschaft. Zudem solle sich nachhaltiges Wirtschaften zukünftig mehr lohnen. Mit 63-mal „Ja“, dreimal „Nein“ und einer Enthaltung wurde auch sie bestätigt.

Wahl muss noch per Brief bestätigt werden

Trotz aller vermeintlichen Klarheit ist das Ergebnis noch nicht zu 100 Prozent spruchreif: Alle Wahlen müssen im Nachgang noch durch eine Briefwahl bestätigt werden, bevor sie formal gültig werden. So schreibt es das Gesetz vor. Die Auszählung der Wahlbriefe ist für den 1. April geplant.

Bei der bislang letzten Bundestagswahl hatten es zwei SPD-Kandidaten als Wahlkreis-Sieger in den Bundestag geschafft: Sabine Poschmann und Marco Bülow. Letzterer war jedoch im November 2018 aus der SPD und damit auch aus der Bundestagsfraktion ausgetreten. Ende 2020 hat er sich dann der Satirepartei Die Partei angeschlossen.

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Freier Mitarbeiter
1995er Jahrgang, in Bochum geboren. Seit 2016 bei den Ruhr Nachrichten. Von da an verschiedene Abteilungen durchlaufen. Mittlerweile überwiegend in der Dortmunder Lokalredaktion aktiv.
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