Diese drei Anwohner wollen den Verkehr in einer Straße im Hombrucher Zentrum verändern

mlzVerkehr

Anwohner der Leostraße in Hombruch haben sich Gedanken gemacht, wie mehr Sicherheit auf der Straße möglich ist. Ein blau-weißes Schild könnte die Lösung bringen.

Hombruch

, 10.07.2019, 13:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Günter Hunkemöller, Matthias Dirkes und Sylvia Heger leben und arbeiten an der Leostraße in Hombruch. Eine Schule gibt es hier. Ein paar Unternehmen und viel Durchgangsverkehr. Aber nur wenig Platz auf der Straße. Und weil die Straße nicht einfach so verbreitert werden kann, wollen Hunkemöller, Dirkes und Heger die Richtung des Verkehrs ändern.

Halteverbot wird ignoriert und sorgt für Kettenreaktion

„Wir wollen die Einbahnstraße verlängern“, sagt Heger. Denn auf dem Teil der Leostraße, der östlich von der Deutsch-Luxemburger-Straße liegt, dürfen Autos nur in eine Richtung fahren - von der Domänenstraße im Zentrum in Richtung Westen. Diese Regelung wollen die Drei bis zur Kieferstraße verlängern. Denn viel zu oft kommt es zu gefährlichen und unübersichtlichen Situationen.

Matthias Dirkes gehört das Gebäude, in dem das Geschäft Dirkes Küche und Wohnen untergebracht ist, das sein Sohn führt. Der Kundeneingang liegt zwar an der Deutsch-Luxemburger-Straße, doch die Einfahrt zu Hof und Lager erfolgt ein paar Meter weiter über die Leostraße. „Wir haben hier schon für Werktage eine eingeschränkte Halteverbotszone eingerichtet, aber die ist trotzdem immer zugeparkt“, sagt Matthias Dirkes.

Das führt zu einer Kettenreaktion auf der Straße. „Unsere Lieferwagen müssen dann auf der Straße halten. Und keiner kommt mehr durch“, so Dirkes. Besonders schwierig werde es, wenn zur selben Zeit Busse für die Kinder der Brüder-Grimm-Grundschule vorbei fahren. Das klappt entweder nur knapp oder gar nicht.

Diese drei Anwohner wollen den Verkehr in einer Straße im Hombrucher Zentrum verändern

Engstelle, Lkw und Auto auf einmal: Immer wieder sorgt Gegenverkehr für Chaos - auch vor der Brüder-Grimm-Schule. © privat

„Was ist, wenn in so einer Situation der Notarzt durch muss, es aber nicht schafft?“, fragt Dirkes. „Die Parksituation ist katastrophal.“ Für etwas Entlastung sorgt der Parkplatz der Gemeinde an der Kreuzung zur Deutsch-Luxemburger-Straße.

Alle drängeln von oben und unten rein

Rechnet man auf der Straße selbst noch Paketlieferanten und Eltern, die ihre Kinder von der Schule abholen, Durchgangsverkehr, Lieferwagen und Anwohner auf der Suche nach einem Parkplatz hinzu, wird es voll. „Dann drängeln sich alle von oben und unten und fahren sehenden Auges hier rein“, sagt Sylvia Heger. Sie ist auch überzeugt, dass der Stau die Emmissionen in der Leostraße hochschraubt.

Jetzt lesen

Daher bringen die drei Anwohner die Idee ins Spiel, nicht nur die Einbahnstraße bis zur Kieferstraße zu verlängern, sondern zusätzlich etwas vor der Grundschule zu verändern. „Für die Busse könnte eine eigene Haltebucht entstehen“, sagt Günter Hunkemöller. Auch die Fahrbahnverengung soll nach dem Konzept der Dreien einem Zebrastreifen weichen. Derzeit halten die Schulbusse auf einer Sperrfläche vor genau dieser Verengung. An die Stadt oder Politik haben sich die Anwohner noch nicht gewendet. Wer weiß, was noch kommt.

Lesen Sie jetzt