Diese Flüchtlingsunterkünfte werden geschlossen

Immer weniger Asylbewerber

Regelrecht aus dem Boden gestampft hat die Stadt Dortmund in diesem und im vergangenen Jahr Unterkünfte für Flüchtlinge. Jetzt wird die Zahl der Einrichtungen drastisch zurückgefahren: Bis Ende April nächsten Jahres sollen 8 von 18 Unterkünften geschlossen werden. Wir verraten, wo.

DORTMUND

, 20.12.2016, 16:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadt gibt die Schiffe im Hafen als Flüchtlingsunterkünfte auf.

Die Stadt gibt die Schiffe im Hafen als Flüchtlingsunterkünfte auf.

Mehrere hundert Flüchtlinge pro Woche kamen im Herbst 2015 in Dortmund an und mussten von der Stadt untergebracht werden - 215 pro Woche im Durchschnitt. Entsprechend rasch mussten Unterkünfte geschaffen werden. Mehr als 20 gab es zeitweise, darunter Notunterkünfte in Sporthallen oder eigens angeschafften Traglufthallen. 

Die Zeiten haben sich geändert. Nur noch rund 100 Flüchtlingen pro Woche kamen im ersten Halbjahr 2016 an. Seit Juli bekommt die Stadt gar keine Flüchtlinge mehr zugewiesen, abgesehen von wenigen Ausnahmen der Familienzusammenführung, berichtete die Stadt am Dienstag.

Es werden weniger Unterkünfte benötigt

Die Konsequenz: Die Zahl der Unterkünfte kann deutlich abgebaut werden. Bereits seit dem 5. Dezember stehen die zuletzt noch als Unterkunft genutzten Traglufthallen an der Stadtkrone-Ost leer. Sie werden jetzt ebenso wie die nie genutzten, aber als Vorrat aufgebauten Hallen in Kirchhörde und Lindenhorst abgebaut.

Bis Ende April will die Stadt außerdem acht weitere Unterkünfte schließen. Denn Anfang macht in der zweiten März-Hälfte das Containerdorf an der Morgenstraße in Wickede. Bis zum 31. März folgen dann:

  • die ehemalige Abendrealschule an der Adlerstraße, die 2015 die erste Übergangseinrichtung der Stadt war
  • die Fluss-Kreuzschiffe im Schmiedinghafen
  • die ehemalige Förderschule Minister-Stein in Eving/Kemminghausen
  • das "Phoenix-Haus" in der früheren Polizeiwache an der Benninghofer Straße in Hörde
  • die Einrichtung am Kleyer Weg in Kley
  • das frühere Hotel Landhaus Syburg in Syburg

Bis Ende April soll dann auch die Unterkunft in der ehemaligen Hauptschule Derne geschlossen werden.

Übrig bleiben dann noch zehn Gemeinschaftsunterkünfte mit 2489 Plätzen. "Zurzeit leben 9024 Flüchtlinge in Dortmund", berichtete Sozialdezernentin Birgit Zoerner am Dienstag. Der Großteil von ihnen lebt inzwischen in eigenen Wohnungen, nur noch 1584 in Gemeinschaftsunterkünften. 

Die verbleibenden knapp 2500 Plätze müssten nach den Berechnungen der Stadt ausreichen, selbst wenn Dortmund im nächsten Jahr mit der Schließung der Erstaufnahme für Asylbewerber an der Buschmühle rechnerisch 1300 Zuweisungen mehr bekommt.  

Alle Unterkünfte auf einen Blick:

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