Dieter Bohlen zog die "One-Mann-Show" ab

Westfalenhalle

DORTMUND Dieter Bohlen: Bewundert, gehasst, niemals um einen Spruch verlegen. Der Pop-Titan ist seit Jahren eine nimmermüde Ein-Mann-Show. Auch am Donnerstag (29.10.) blieb sich das ewig braun gebrannte Marketing-Genie in den Westfalenhallen einmal mehr treu.

von Von Achim Roggendorf

, 29.10.2009, 17:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieter Bohlen auf der Versicherer- und Finanz-Messe in der Westfalenhalle.

Dieter Bohlen auf der Versicherer- und Finanz-Messe in der Westfalenhalle.

Es gibt viel Applaus, vereinzelt Freuden-Pfiffe. Doch Bohlen scherzt: „Ein bißchen lauter hätte es schon sein können. Wenn ich schon so früh aus dem Bettchen steige.“ Bohlen hält, was man von ihm erwartet. „Größenwahn gehört dazu.“

Natürlich polarisiere er. Doch das sei ihm egal. „Ich will immer besser als die anderen sein. Dafür arbeite ich hart.“ Der Erfolg gibt ihm recht. Mit bisher über 160 Millionen verkauften Tonträgern, davon 120 Millionen mit Modern Talking, gilt er als einer der kommerziell erfolgreichsten deutschen Musikproduzenten. Rund 500 Goldene und 50 Platin-Schallplatten sowie zahlreiche Preise wie Bambi oder Echo krönen inzwischen sein Werk.

„Man muss an sich selber glauben“, schreibt er den Versicherungs-Kaufleuten ins Stammbuch. Ob die Leute ihn für einen geschmacklosen Egomanen halten? „Das ist mir doch egal. Man muss heute auf die Kacke hauen.“ Sonst sei man schnell weg vom Fenster „Geh mit der Zeit oder du gehst mit der Zeit.“ Ob er sich vorstellen könne, in die Politik zu gehen. Bohlen lacht laut. „Nee, da verdient man zu wenig Geld.“ Auch wolle er sich nicht verbiegen. „Ich bin wie ich bin, authentisch.“ Und das sei auch gut so.   

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