Diskussion um Gesundheits-Prämie

Arbeitsplatz-Debatte

DORTMUND Für DGB-Chef Eberhard Weber ist die Prämie für Mitarbeiter, die ohne Krankenschein durchs Jahr kommen, „eine solche absonderliche Praxis“. Aus der Sicht eines Arbeitgebers möge das kreativ sein, letztlich gehe die Prämie zu Lasten von kranken Arbeitnehmern und der Allgemeinheit.

15.10.2009, 05:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aus Sorge um den Job melden sich Arbeitnehmer nur noch selten krank.

Aus Sorge um den Job melden sich Arbeitnehmer nur noch selten krank.

Dorothee Schenten vom Bundesverband Mittelständische Wirtschaft sieht zur Prämie noch andere Modelle, die aus ihrer Sicht zu empfehlen sind, um den Krankenstand niedrig zu halten.   „Am Puls der Zeit“ seien Unternehmen, die ein Bonussystem zur Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter eingeführt haben. „Der Gewinn auf beiden Seiten ist garantiert.“ Denn Fitnessschulungen, Ernährungsberatung, Entspannungstraining sowie der Hinweis auf die Bedeutung von regelmäßigen Kontrollen beim Arzt trügen dazu bei, „dass die Leistungsfähigkeit nachhaltig gewährt ist.“ Nachzuweisen sei, dass betriebliches Gesundheitsmanagement Teamgeist stärke und somit auch Produktivität steigere. Unternehmer zeigen damit eine Verbundenheit für ihre Mitarbeiter. 

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