Große Spende: Zwei Dorstfelder verteilen tausende Mundschutz-Masken

mlzMund- und Nasenschutz

Torsten Brockhoff und Gerhard Gröschel möchten etwas Gutes tun in der schweren Zeit der Corona-Pandemie. Deshalb verteilen die beiden Dorstfelder Mund- und Nasenschutz-Masken zum Nulltarif.

Dorstfeld

, 26.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ideen wie Dankeschön-Plakate oder Klatschen für das Pflegepersonal finden Torsten Brockhoff von der Anwaltskanzlei BST und der Schreiner Gerhard Gröschel aus Dorstfeld zwar gut, aber sie wollten noch mehr tun.

„Wir wollten eine konkrete Hilfe leisten, den Menschen etwas geben, womit sie wirklich etwas anfangen können“, erklärt Torsten Brockhoff. Als ein Bekannter auf ihn zukam, der für sein Geschäft 20.000 Einmal-Mund- und Nasenschutze in Asien bestellt hatte, war die Idee geboren.

„Ich konnte 2000 Masken zum Einkaufspreis erwerben“, sagt Torsten Brockhoff. „Aber wir möchten diese nicht kommerziell vermarkten, sondern einfach dorthin spenden, wo sie gebraucht werden.“

Gasthaus und Altenheim bekommen 800 Masken

Über einen Nachbarn seiner Kanzlei, der ehrenamtlich in der Obdachlosen-Betreuung „Gasthaus statt Bank“ arbeitet, sei der Kontakt zu der Initiative entstanden. 400 Masken wurden am Freitag (24.4.) an die Verantwortlichen übergeben.

Auch das Comunita Seniorenhaus Vinzenz darf sich über 400 Masken freuen. Die übrigen Mund- und Nasenschutze sollen an Kindergärten, Ehrenamtliche und weitere Altenheime im Dortmunder Westen sowie die Dorstfelder Tafel gehen.

So sehen die gespendeten Masken aus.

So sehen die gespendeten Masken aus. © Privat

„Wir fragen gerade den Bedarf ab, damit die Mund- und Nasenschutze auch dorthin kommen, wo sie wirklich gebraucht werden“, sagt Torsten Brockhoff. Bis dahin lagern die Masken in seiner Kanzlei an der Wittener Straße.

Zwar sei es nur eine kleine Aktion, so Brockhoff und Gröschel, aber auch die könne Vieles bewirken. Gerade derzeit, wo insbesondere Schutzkleidung sehr gefragt und gleichzeitig Mangelware sei. Zudem könne nicht jeder selbst eine Maske nähen.

„Es war ein Zufall, dass das geklappt hat“

Torsten Brockhoff und Gerhard Gröschel haben absichtlich abgewartet, bis die Masken aus Asien bei ihnen eingetroffen waren, bevor sie damit an mögliche Abnehmer herantraten. Denn es sei heutzutage nicht mehr sicher, ob derartige Bestellungen auch wirklich ankommen.

„Ich wollte die Mund- und Nasenschutze erst einmal in der Hand halten, um zu wissen, dass wir wirklich etwas haben, das wir spenden können“, sagt Torsten Brockhoff. „Man hört heutzutage ja leider oft, dass Masken irgendwo gestohlen oder nicht ausgeliefert werden. Es war Zufall, dass das so gut geklappt hat.“

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Zunächst habe er sich zudem von der Qualität der Lieferung überzeugt, um nicht „zusammengenähte Taschentücher“ herauszugeben. „Alle, denen wir bisher Masken zugesichert haben, sind total begeistert und dankbar“, sagt Torsten Brockhoff. „Vielleicht können wir sogar noch einmal weitere Masken auftreiben.“

Aktion Maskenhilfe

Wir bringen Näher und Suchende zusammen

Zum Schutz vor dem Coronavirus werden Schutzmasken so dringend gebraucht, dass sogar die Nachfrage nach selbst genähten Masken groß ist. Mit unserer großen Aktion „Maskenhilfe“ bringen wir Suchende und Produzierende zusammen. Sie möchten Einrichtungen wie Pflegeheime mit selbst genähten Masken unterstützen? Oder Sie vertreten eine Einrichtung, die Bedarf hat? Melden Sie sich an! Alle Infos und Teilnahme: www.rn.de/maskenhilfe
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