Dortmund bekommt neue Klo-Häuschen - und sie haben eine Besonderheit

mlzÖffentliche Toiletten

Die alten City-Toiletten werden durch neue Anlagen ausgetauscht, die besonders klimafreundlich sein sollen. Und auch viele Bus-Haltestellen in Dortmund sehen bald ganz anders aus.

Dortmund

, 28.05.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dortmund bekommt neue City-Toiletten. Die öffentlichen WC-Anlagen in Dortmund werden ab Juli neu gebaut - und bekommen dann einen grünen Haarschopf.

Grund dafür ist ein Betreiberwechsel: Wurden die Toilettenhäuschen bisher von der Firma Wall betrieben, hat die Stadt nun das Unternehmen RBL Media aus Hückelhoven mit dem Betrieb der städtischen Klos beauftragt. Der Vertrag mit der Firma Wall läuft in diesem Jahr aus.

Und RBL Media will ab Juli brandneue WC- und Pissoiranlagen in Dortmund errichten. 14,5 Jahre ist die Firma anschließend für den Betrieb der Toilettenhäuschen zuständig.

Jetzt lesen

24 neue Toiletten im Stadtgebiet

Die 18 WC- und sechs Pissoir-Anlagen von RBL Media sollen vollautomatisch und barrierefrei sein und mit einem Luftreinigungssystem sowie antibakteriell beschichteten Fliesen ausgestattet werden. Und: Die Dächer der Häuschen sollen begrünt werden, „womit die Anlagen zukünftig zur CO2-Reduzierung beitragen“, wie es vom Unternehmen heißt.

So oder so ähnlich könnten die neuen Pissoir-Anlagen, die demnächst in Dortmund entstehen, aussehen. Das Besondere: die Dächer der öffentlichen Toiletten sind bepflanzt.

So oder so ähnlich könnten die neuen Pissoir-Anlagen, die demnächst in Dortmund entstehen, aussehen. Das Besondere: die Dächer der öffentlichen Toiletten sind bepflanzt. © RBL Media GmbH

An diesen Standorten sind die neuen Toiletten dann zu finden:

Urinal/Pissoir-Anlagen: Am Westfalenstadion, An der Buschmühle 1, Schwimmweg 2, Strobelallee 56, U-Bahnhof Remydamm, Victor-Toyka-Straße

WC-Anlagen: Aplerbecker Marktplatz, Betenstraße 20, Brackeler Hellweg 165, Ecke Waldecker Straße/Bayrische Straße (Eving), Ginsterstraße 1 (Hombruch), Hörde, Friedhof 4 (Huckarde), Nordstadt, Kaiserstraße 99, Werner Straße (Lütgendortmund), Barichstraße (Marten), Mengender Markt 2, Ostwall 3, Phoenix-See Nordufer, Rheinlanddamm 200, Ritterhausstraße 40, Gleiwitzstraße 267 (Scharnhorst), Wittener Straße 3

Auch die Haltestellen sollten mal grüne Dächer bekommen

Bepflanzte Dächer hatte sich die Dortmunder SPD-Fraktion eigentlich auch für die Dächer von Bushaltestellen gewünscht. Im Winter vergangenen Jahres waren bepflanzte Haltestellen daher auch Thema im Umweltausschuss der Stadt - da war aber gerade erst eine Ausschreibung für neue Haltestellen an den Start gegangen. Die Stadt hatte also schon öffentlich ausgeschrieben, welche Haltestellen man in Zukunft gerne in der Stadt hätte. Und grüne Dächer waren in der Ausschreibung nicht mehr vorgesehen.

Jetzt lesen

Denn, so erklärte es Dr. Heinz-Josef Pohlmann von DSW21 damals, ein bepflanztes Dach wiegt zwischen 400 und 600 Kilogramm mehr. Diese Mehrbelastung habe die Statik der Haltestellen, wie sie in der Ausschreibung vorgesehen waren, nicht abgedeckt. „Also haben wir auch keine Möglichkeiten, bei diesen eher symbolischen Maßnahmen, einen Teil oder ganz viele Haltestellen, die in der Ausschreibung sind, nochmal umzuswitchen“, so Pohlmann im Ausschuss.

Neue Haltestellen und Werbeanlagen

Jene Ausschreibung, von der damals die Rede war, hat im Übrigen auch RBL Media für sich gewonnen. Neben den WC-Anlagen ist das Unternehmen ab Juli also auch für 528 sogenannte „Fahrgastunterstände“ in Dortmund zuständig, die es nach und nach gegen modernere Unterstände austauschen will. Zudem sollen 250 Citylight-Werbeanlagen errichtet werden.

Viele Haltestellen in Dortmund sollen zukünftig durch dieses moderne Modell ersetzt werden.

Viele Haltestellen in Dortmund sollen zukünftig durch dieses moderne Modell ersetzt werden. © RBL Media GmbH

Die Firma hätte im Übrigen auch Haltestellen mit bepflanzten Dächern im Angebot gehabt: In Leipzig errichtet sie seit Juli 2019 rund 400 Wartehäuschen mit grünen Dächern.

Doch auch ohne die Begrünung sollen die neuen Wartehäuschen für Dortmund nachhaltig sein: Wie RBL Media in einer Pressemitteilung erklärt, stammen 80 Prozent des verwendeten Aluminiums aus recyceltem Material, alle Anlagen würden außerdem mit energieeffizienter LED-Technik ausgestattet.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt