Dortmund bewirbt sich für 2021 als Austragungsort für das Finale der World Robot Olympiad

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Costa Rica, Thailand und bald Dortmund? Der Verein „Technik begeistert“ und die Stadt bewerben sich um die Ausrichtung des Finales der World Robot Olympiad 2021 – mit Aussicht auf Erfolg.

Dortmund

, 22.03.2019, 16:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Die Welt zu Gast in Dortmund“. Geht es nach dem Wunsch des Vereins „Technik begeistert“ und der Stadt, soll dem „Sommermärchen 2006“ quasi ein Herbstmärchen 2021 folgen. Mit einer Allianz starker Partner bewerben sich Dortmund und der 30-köpfige Verein um die Ausrichtung des Weltfinales der World Robot Olympiad (WRO).

An diesem Wettbewerb nehmen mittlerweile 26.000 Teams auf 70 Ländern teil, die sich über regionale und nationale Vorrunden für das Weltfinale qualifizieren können. Bekommt Dortmund im kommenden November den Zuschlag, werden zwei Jahre später 1500 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 19 Jahren sowie 3500 weitere internationale Gäste zum Weltfinale erwartet.

Erfahrung aus der Organisation auf nationaler Ebene

Und die Chancen, den Zuschlag zu bekommen, stehen offenbar gar nicht schlecht, erklärte Markus Fleige beim Pressegespräch am Mittwoch (20. 3.) im Kongresszentrum der Westfalenhalle. „Wir haben ein gutes Konzept und eine gute Erfahrung durch sieben Jahre Organisation des nationalen Wettbewerbs“, sagt der Vorsitzende von „Technik begeistert“.

Hinzu komme der gute Ruf Deutschlands in der Ausrichtung von Großveranstaltungen. Und: „Wir sind in der Top 10 in der Anzahl der Teilnehmer an der WRO. Zudem möchte der Wettbewerb nach Europa wachsen.“ Die Wurzeln liegen in Asien.

Entscheidung fällt zwischen Südkorea und Deutschland

Die erste Hürde der Bewerbung ist bereits geschafft. Die Entscheidung im November fällt zwischen Südkorea und Deutschland. Bis September muss die endgültige Bewerbung der WRO-Organisation vorliegen. Drei Westfalenhallen hat der Verein „Technik begeistert“ für den Wettbewerb bereits vorreserviert.

Mit im Boot sind auch starke Partner: Die Industrie- und Handelskammer, die Karl-Kolle-Stiftung, die Wilo-Foundation und die Signal-Iduna-Gruppe haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. In den kommenden Wochen und Monate werden weitere Partner gesucht. Denn bis September sollen 75 Prozent der Finanzierung des 1,2 Millionen teuren Events gesichert sein.

Impulse für den Technik-Nachwuchs und die Region

Die Karl-Kolle-Stiftung und die Wilo-Foundation erhoffen sich vom Weltfinale Impulse, den Nachwuchs für Technik zu begeistern. „Die Weltmeisterschaft ist ideal, um auf die Region aufmerksam zu machen“, erklärt Prof. Winfried Pinninghoff, Kuratoriumsvorsitzender der Kolle-Stiftung.

Das ist ganz im Sinne von Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Er sieht einen weiteren Schritt, Dortmund als Technologie-Standort zu profilieren. „Wenn hier was qualmt, sind das nicht mehr die Schlote, sondern die Köpfe der jungen Leute.“

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