Medizinische Hilfe zu Weihnachten: Derner schicken drei Container in den Senegal

mlzHilfe für Afrika

Krankenbetten und Untersuchungsgeräte stapeln sich in den Containern an der früheren Hauptschule in Derne. Die Organisatoren der Hilfsaktion träumen schon von einem weiteren Großprojekt.

von Bianca Sprungala

Derne

, 02.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei ihrer Arbeit im DRK-Flüchtlingsheim an der Nierstefeldstraße in Derne lernten sich Wibke Danckert und Abassa So, damals Leiter des Heims, vor ein paar Jahren kennen. Kurz darauf entstand eine Idee: Danckert und So wollten den Menschen in Abasse Sos Heimat im Senegal helfen.

Die Beiden gründeten vor vier Jahren die Initiative „Aplerbecker helfen mit Herz“. Seitdem zeigen die nicht mal 20 Mitglieder, was auch wenige Leute mit Herzblut bewirken können: Vier Container verschifften sie bereits in den Senegal. Zum Jahresende packen sie nun sogar drei Schiffscontainer voll mit gesammelten Spenden.

Hilfsmittel kommen kurz vor Weihnachten im Senegal an

In den Räumen des Vereins an der ehemaligen Hauptschule Derne stapelten sich unter Anderem medizinisches Gerät wie Inkubatoren, OP-Lampen, Intensivbetten für Kinder und Geräte zur Augenuntersuchung. Die Räume waren bis in den letzten Winkel vollgestopft mit medizinischen Hilfsgütern. „Diese Lieferung geht an das Gesundheitsministerium in Dakar“, erklärt Wibke Danckert, 1. Vorsitzende des Vereins. „Gedacht ist alles für die Krankenhäuser in St. Louis, Mbour, Thies und Jembel-Nord, sowie ein Waisenhaus in Mbour.“

Die Transportkosten übernimmt das Unternehmen „Engagement Global“ in Bonn. Kurz vor Weihnachten, am 23. Dezember, nimmt ein Vertreter des senegalesischen Gesundheitsministeriums die Container entgegen. Im März fliegen Abasse So und Wibke Danckert dann selber in den Senegal. „Wir dokumentieren grundsätzlich, wo unsere Spenden gelandet sind und machen uns vor Ort ein Bild von der Lage“, sagt Danckert.

Schulhefter und ein Frauenhaus für Ngekokh

Jeder der elf Meter langen Container umfasst circa 76 Kubikmeter. Zunächst füllen die Helfer den Raum mit Krankenbetten. „Vieles stammt von einer Klinikauflösung aus Herne", erzählt Wibke Danckert, „aber es sind auch zahllose Privatspenden und Spenden aus Schulen dabei."

Im Januar geht es weiter: Dann schickt der Verein einen Container mit Schulsachen an eine Schule in Ngekokh. Aber auch Geldspenden kommen zum Einsatz. 250 Euro werden in ein neues Wellblechdach für eine Schule in Mbour investiert. „Unser Traum ist der Bau einers Frauenhauses in Ngekokh", verrät die erste Vorsitzende. „Ein Grundstück von 2400 Quadratmetern haben wir vom Bürgermeister vor Ort kostenlos zugesichert bekommen. Aber für die Finanzierung des Projekts brauchen wir noch viel Geld." Doch vorerst muss der Verein auch Probleme in Deutschland klären: Momentan lagert das Material noch in Containern der alten Hauptschule. Diese Container werden bald abgerissen - eine neue Lagerhalle muss her.

Wer helfen oder spenden möchte, kann sich unter 0173/7358843 bei Wibke Danckert melden.

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