Dortmund droht hartes Sparkonzept

88-Millionen-Haushaltsloch

Das Haushaltsloch der Stadt Dortmund ist weiter gewachsen. Mit einem Minus von 87,9 Millionen Euro wächst auch die Gefahr, dass die Stadt ein Sparkonzept für mehrere Jahre aufstellen muss. Denn das Polster für die magische Grenze ist auf nur noch 700.000 Euro geschmolzen.

DORTMUND

, 25.09.2014, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Dortmunder Rathaus von oben.

Das Dortmunder Rathaus von oben.

Es sind vor allem die Sozialkosten, die die Stadt weiter drücken und die gegenüber dem Haushaltsplan noch einmal gestiegen sind. So werde die Zahl der Haushalte, die Hartz IV-Leistungen beziehen - im Amtsdeutsch "Bedarfsgemeinschaften" genannt - wohl erstmals in der Geschichte der Stadt über 44.000 liegen. Für die Stadt steigen damit die Kosten der Unterkunft.

Mit fast 10 Millionen Euro an zusätzlicher Belastung schlagen die höheren Pensionsrückstellungen zu Buche, die nach dem Urteil des Landesverfassungsgerichts zur Beamtenbesoldung  zu bilden sind.

Positiv wirken sich für die Stadt die weiterhin niedrigen Zinsen aus. Als zusätzliche Einnahme kann sie auch die Finanzhilfe des Landes für den Ausgleich der Schäden durch den Pfingssturm "Ela" in Höhe von 1,6 Millionen Euro verbuchen. 

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