Großes Rätsel: Warum schickt China Dortmund Mundschutz-Masken?

mlz5000 Corona-Masken

Es ist ein echtes Überraschungspaket: 5000 Mundschutz-Masken sind bei der Auslandsgesellschaft eingetroffen. Absender ist eine Stadt in China. Jetzt werden für die Masken Abnehmer gesucht.

Dortmund

, 14.06.2020, 11:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mannshoch türmt sich der Turm aus Paketen. „Diplomatic good“ steht auf jedem einzelnen Paket neben vielen chinesischen Schriftzeichen. Und „Wir schaffen das gemeinsam“. So übersetzt Zhanjun Wang, Executive President des Nordrhein-Westfälischen Vereins für deutsch-chinesischen Wirtschafts- und Handelsaustausch mit Sitz in Dortmund die Aufschrift.

Der Inhalt der Pakete: 5000 Mund-und-Nasen-Schutzmasken. Made in China. Denn die 13 Pakete sind ein Geschenk der chinesischen Stadt Changsha für die Auslandsgesellschaft in Dortmund.

Überraschende Post aus China

Avisiert wurde das Geschenk vor einigen Tagen telefonisch vom chinesischen Generalkonsulat in Düsseldorf. „Wir waren sehr überrascht und wussten zunächst gar nicht, warum eine Stadt aus China uns mit Masken beschenkt“, sagt Klaus Wegener als Präsident der Auslandsgesellschaft.

Das Rätsel ist inzwischen gelöst: Dr. Dongping Xu ist Mitglied des Kuratoriums der Auslandsgesellschaft. Sie lebt derzeit in ihrer Heimatstadt Changsha und kam auf die Idee für die Maskenspende. Die Stadt Changsha, eine Metropole mit sieben Millionen Einwohnern und Hauptstadt der chinesischen Provinz Hunan brachte die Lieferung auf den gut 8500 Kilometer weiten Weg nach Düsseldorf. Dort holte Wegener die Pakete am Freitag ab und brachte sie zum Sitz der Auslandsgesellschaft an der Steinstraße.

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Das kleine Problem: Die Auslandsgesellschaft hat gar keinen Bedarf für so viele Masken. „Deshalb würden wir uns freuen, wenn wir Kitas, Altenheime oder andere Einrichtungen beschenken könnten“, sagt Wegener. Interessierte Einrichtungen können sich ab Montag (15. Juni) per Mail an info@auslandsgesellschaft melden. Dann kann ein Termin zur Abholung vereinbart werden.

Erste Sprachkurse laufen wieder

Einen Teil der Masken kann die Auslandsgesellschaft aber auch selbst nutzen. Denn nach der Corona-Zwangspause sind an der Steinstraße die ersten Sprachkurse wieder angelaufen. Gut 60 Teilnehmer sind nun wieder über den Tag verteilt im Haus, schätzt Geschäftsführer Marc Freese. Normalerweise belegen täglich rund 500 Kursteilnehmende die Sprachangebote.

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Im gesamten Haus gelten dabei strenge Corona-Hygienevorschriften - und natürlich auch Maskenpflicht.

Das Maskengeschenk scheint übrigens Teil einer konzertierten Aktion aus China zu handeln. Die Katholische Kirche berichtete am Freitag von einer Spende von 5.200 Schutzmasken aus dem Bistum Handan in Zentral-China an das Erzbistum Paderborn - als „Zeichen der Verbundenheit und Solidarität“.

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