Dortmunder Ballett-Manager: "Empfinden das als Zensur"

Vorfälle in Hongkong

Internationale Aufregung um ein Stück des Dortmunder Balletts: In Hongkong wurden Teile einer Aufführung nicht gezeigt. Jetzt hat sich Ballett-Manager Tobias Ehinger zu Zensur-Vorwürfen gegen die dortigen Behörden geäußert.

DORTMUND

16.11.2013, 13:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Titelseite der größten Hongkonger Tageszeitung Ming Pao am Tag nach der Premiere von "Traum der roten Kammer".

Die Titelseite der größten Hongkonger Tageszeitung Ming Pao am Tag nach der Premiere von "Traum der roten Kammer".

Im Interview mit unserer Redaktion spricht der Manager des Dortmunder Balletts, Tobias Ehinger, erstmals über Zensur. "Wir empfinden das so", sagt Ehinger. Auch die Presse in Hongkong habe das so aufgefasst. "Die Journalisten sprechen von politischer Zensur", berichtet Ehinger. Behauptungenn aus Hongkong, dass Dortmunds Ballett-Direktor Xin Peng Wang den Kürzungen zugestimmt habe, widersprach Ehinger vehement: "Ein Einverständnis zu einer Zerstückelung des Balletts lag definitiv nicht vor."

Ehinger kündigte an, dass das Stück in Dortmund demnächst wieder zu sehen sein wird. Natürlich ungekürzt. Er sagte: "Bereits jetzt haben wir viele Anfragen von Honkonger Besuchern, die keine Karten mehr bekommen haben und die volle Version sehen wollen."

 

Lesen Sie jetzt