Dortmunder Bandidos feiern Party in Lünen - Polizei-Großeinsatz

Rocker-Gruppe

Die Dortmunder Rocker-Gruppe der Bandidos wird am 7. Dezember für einen Großeinsatz der Polizei sorgen: Dann ist die nächste Rocker-Party im geplanten Rocker-Clubhaus in Lünen terminiert. Die Polizei kündigt massive Präsenz an.

DORTMUND/LÜNEN

20.11.2013, 12:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Internet bezeichnen die "Bandidos MC Dortmund" das Gebäude Münsterstraße 49a bereits als ihr Clubheim - obwohl das bei der Lüner Stadtverwaltung noch gar nicht beantragt ist. Auf Plakaten kündigen die Rocker zudem ihre nächste Party an.

Im Internet bezeichnen die "Bandidos MC Dortmund" das Gebäude Münsterstraße 49a bereits als ihr Clubheim - obwohl das bei der Lüner Stadtverwaltung noch gar nicht beantragt ist. Auf Plakaten kündigen die Rocker zudem ihre nächste Party an.

Der Motorradclub (MC) Iron City Crew spricht im Internet ausdrücklich vom „Clubhaus Lünen“. Laut Stadtverwaltung müssen die Rocker aber erst noch eine Nutzungsänderung für die Räume beantragen, damit sie sie auch offiziell als Clubhaus nutzen dürfen. Rechtlich sei dagegen wohl nichts zu machen, so die Stadtverwaltung.Die Iron City Crew nennt sich selbst „Bandidos MC Dortmund“, versteht sich also offenbar als Teil der Bandidos-Organisation. „Got forgives - Bandidos don't“ heißt es auf der Homepage: „Gott vergibt, Bandidos nicht“. Nach Erkenntnissen der Polizei ist die Iron City Crew „eine den Bandidos nahestehende Gruppe“, so Sprecher Marco Müller. Ein eigenes Bandidos-Chapter, also einen offiziellen Ortsverband der Rocker, bildeten sie laut Polizei nicht.

Schon im Juni habe die Polizei über den Vermieter davon erfahren, dass die Rocker ein Clubheim im Gebäude Münsterstraße 49 a planen, erklärte Müller. Der „offene Abend“ am 9. November sei die erste Aktivität dort gewesen. Die Polizei hatte an diesem Tag Kontrollpunkte auf der Münsterstraße eingerichtet und bis in die Nacht zum Sonntag 80 Personen kontrolliert. In drei Fällen seien Messer und andere gefährliche Gegenstände gefunden worden, insgesamt blieb aber alles friedlich.

Bei ihrem Vorgehen im Zusammenhang mit dem Rocker-Treffen habe sich die Polizei „an den präventiven Empfehlungen und Dienstanweisungen des Landes NRW orientiert“, erläutert Müller. Massive Präsenz zeigen zur Abschreckung der Rocker, lautet die Strategie. Die Polizei gehe davon aus, dass sich Aktivitäten wie am 9. November „in unregelmäßigen Abständen wiederholen“. So, wie es nun am 7. Dezember ab 19 Uhr wieder der Fall sein könnte. 

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