Dortmunder Disco will Fieberscanner einsetzen, viele andere bleiben geschlossen

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Die Marlene Bar im Unionviertel war der erste Dortmunder Club, der wegen des Coronavirus geschlossen hatte. Am Wochenende haben sich zahlreiche weitere Läden der Maßnahme angeschlossen.

Dortmund

, 14.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die erste große Party, die dem Coronavirus in Dortmund zum Opfer fiel, war die Ü30-Party in der Westfalenhalle am 7. März (Samstag). Nachdem das Team der Marlene Bar im Unionviertel mitgeteilt hat, den Club für unbestimmte Zeit zu schließen, zogen am Wochenende weitere Discos nach.

Am Samstagabend hat die Stadtverwaltung dann mitgeteilt, sämtliche öffentliche Veranstaltungen zu untersagen.

Das war der Stand vor der städtischen Bekanntgabe:

Von der Großmarktschänke heißt es etwa via Instagram: „Schweren Herzens müssen wir euch mitteilen, dass wir uns dazu entschlossen haben, mit sofortiger Wirkung zu schließen.“ Das Team sei „absolut ungewiss“ über die Zukunft und hoffe bald wieder öffnen zu können.

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Die Discothek Nightrooms teilt am Samstag (14.3.) mit: „Selbstverständlich stellen auch wir den Betrieb heute ein.“ Das Team schreibt via Instagram: „Wir sind bald zurück und das mit noch cooleren Events. Seid besonnen und passt auf euch und besonders unsere ältere Generation auf.“

Temperaturscanner im U-Turm

Die Betreiber des Rush Hours lassen die Disko zunächst am Samstag geschlossen. In der kommenden Woche werde man dann über die weitere Vorgehensweise entscheiden: „Die Gesundheit aller hat für uns höchste Priorität.“ Im Silent Sinners an der Möllerbrücke wird die für Samstag geplante Party ebenfalls nicht stattfinden. Weiterführende Infos gibt es dort bislang noch nicht.

Den Tresor West in Hörde trifft ebenfalls eine „präventive Schließung mit sofortiger Wirkung bis voraussichtlich 20. April“. Betreiber Markus van Klev richtet an die Besucher: „Nutzt die Pause.“ Die Partynacht „Rund ums U“ ist bereits frühzeitig abgesagt worden.

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Das View im U-Turm will grundsätzlich in den kommenden Wochen öffnen und hat über Instagram und Facebook einen Maßnahmenkatalog veröffentlicht. Unter anderem ist darin zu lesen: „Beim Einlass werden wir ab sofort Temperaturscanner zum Einsatz bringen und jeden Gast mit erhöhter Temperatur abweisen.“

Außerdem sollen nur noch 60 Prozent der zulässigen Gästezahl reingelassen werden. Alle Besucher sollen sich am Eingang mit Namen, E-Mail-Adresse und Telefonnummer registrieren, damit Behörden im Falle einer Ansteckung die Infektionskette zurückverfolgen können.

Vom Team des View heißt es: „Wir möchten darauf hinweisen, dass nur bei Befolgung der Maßnahmen noch eine Chance besteht, dass sowohl wir als auch viele andere Institutionen euch erhalten bleiben können und uns noch sowas wie ein gesellschaftliches Miteinander bleibt.“

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