Ruhrhochdeutsch mit Corona-Auflagen - so sieht der Spiegelzelt-Ersatz aus

mlzHalle auf Phoenix-West

Die Alternative zum Spiegelzelt ist ein gläsernes Zelt geworden - eingebaut in das historische Schalthaus 101 auf Phoenix-West. Am 17. Juni startet hier das Festival Ruhrhochdeutsch. Erste Bilder zeigen den neuen Standort

Dortmund

, 14.06.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Platz ist hier reichlich. Das wird schon beim ersten Blick in die riesige Industriehalle deutlich, die als Schalthaus 101 an die Geschichte des Hochofenwerks Phoenix-West erinnert. Ab dem 17. Juni gibt hier die Kultur den Ton an.

Wegen der Corona-Auflagen kann das Festival Ruhrhochdeutsch sein angestammtes Spiegelzelt nicht nutzen. Entstanden ist jetzt ein gläsernes Zelt mitten in der großen Industriehalle, die der neue Eigentümer World of Walas kostenlos zur Verfügung stellt. Sie liegt am Phoenix-Platz gleich neben der Warsteiner-Music-Hall.

Die Firma World of Walas will das Schalthaus 101 auf Phoenix-West beleben.

Die Firma World of Walas will das Schalthaus 101 auf Phoenix-West beleben. © Schaper

Die Bühne steht schon, die mobilen Toiletten auch. An der hinteren Wand stehen jede Menge Container. „Als Lärmschutz“, erklärt Theater- und Festivalmacher Horst Hanke-Lindemann.

Horst Hanke-Lindemann vor den Containern der Dortmunder Firma Bloedorn, die als Lärmschutz aufgebaut wurden.

Horst Hanke-Lindemann vor den Containern der Dortmunder Firma Bloedorn, die als Lärmschutz aufgebaut wurden. © Schaper

Er hatte in den letzten Wochen mit seinem Team reichlich zu tun, um aus dem Industriedenkmal auf Phoenix-West einen Kulturort zu machen, alle Bau- und Corona-Vorschriften zu erfüllen. „Wir haben sogar mehrere Fluchtwege angelegt“, erzählt Hanke-Lindemann.

Das gläserne Zelt für Ruhrhochdeutsch nimmt nur einen kleinen Teil der historischen Industriehalle ein.

Das gläserne Zelt für Ruhrhochdeutsch nimmt nur einen kleinen Teil der historischen Industriehalle ein. © Schaper

Das gläserne Veranstaltungszelt im Innern nimmt nur einen Teil der Halle ein. Abstand halten ist hier kein Problem. Jeweils zwei Stühle und ein Tisch („Wir haben Ikea leergekauft“, sagt Hanke-Lindemann) werden zusammen platziert. Dazwischen bleiben 1,50 Meter Abstand zu den Nachbarn. Platz ist so für gut 360 Zuschauer - ähnlich wie im Spiegelzelt.

Der Raum ist, weil die Hallenkonstruktion teilweise offen ist, gut belüftet. Schlange stehen soll es auch nicht geben, verspricht Hanke-Lindemann. Es gibt keine Selbstbedienung, sondern Bedienung am Platz.

In Zweiter-Gruppen mit reichlich Abstand und kleinen Tischen werden die Besucher im Schalthaus 101 platziert.

In Zweiter-Gruppen mit reichlich Abstand und kleinen Tischen werden die Besucher im Schalthaus 101 platziert. © Schaper

Und vor allem gibt es wieder ein hochkarätiges Programm mit den Stars der Comedy-, Musik- und Polit-Kabarett-Szene.

Auftakt mit Benefiz-Gala

Den Auftakt macht am Mittwoch (17. Juni) um 20 Uhr wieder die Benefiz-Gala „Lachen für ‚nen guten Zweck“ zugunsten des Vereins „Halte-Stelle“, der sich um psychisch Erkrankte kümmert. Die bei der Gala auftretenden Künstler spenden ihre Gagen. Dazu kommen die Einnahmen aus dem Verkauf der Gala-Tickets für 27 Euro, Bargeldspenden und überzählige Wertmarke der Besucher aus der der gesamten Spielzeit werden dem „Halte-Stelle e.V.“ zugeführt. Fred Ape und Frank Goosen führen musikalisch und kabarettistisch durch das Programm.

Die mobile Toilettenanlage im Schalthaus 101.

Die mobile Toilettenanlage im Schalthaus 101. © Schaper

Schon ausverkauft ist der Auftritt von Kabarettist Urban Priol am Freitag (19.6.). Karten für 29 Euro gibt es noch für Samstag (20 Uhr) und Sonntag (18 Uhr) für Ingo Appelt und sein neues Programm „Der Staats-Trainer!“

Programm mit Pommes oder Menü

Natürlich gibt es auch wieder die bekannten Kult-Veranstaltungen von Ruhrhochdeutsch. Immer montags (für 22 Euro) „Pommes, Currywurst und Bier“ - zum Auftakt am 22. Juni mit Martin F. Risse & Singmanntau - „The Voice of Schnöttentrop“, am 29. Juni Anna Zink mit dem Programm „Das Ende der Bescheidenheit!“.

Immer dienstags wird unter dem Titel „Der Bauch lacht mit“ für 49 Euro ein Menü mit kulinarischen Spezialitäten, Sketchen und Musik serviert. Das Ruhrhochdeutsch-Ensemble bietet erstmals am 23. Juni „Bei Kuballa anne Bude – Jetzt auch mit Heilwasser“ skurrile Geschichten aus dem Ruhrpott.

Ein Klassiker ist auch schon Wortakrobat Jochen Malmsheimer, der mit seinem Programm „Ich bin kein Tag für eine Nacht oder: ein Abend in Holz“ vom 24. bis 26. Juni zu erleben ist (27 Euro).

Weil Robert Kreis erkrankt ist, stehen am 27. Juni (Samstag) erstmals die „Zucchini Sistaz“ mit „Falsche Wimpern - Echte Musik“ auf dem Programm. „RebellComedy“ mit zwei Comedians und einem DJ folgt am 28. Juni um 18 Uhr.

Und das war nur der Auftakt von Ruhrhochdeutsch im Juni...

Tickets sind erhältlich im
  • TicketShop des Theater Fletch Bizzel, Humboldtstr.45, 44137 Dortmund, mo-fr 10 -18 Uhr, Ticket-Hotline: 0231-14 25 25 Email: karten@fletch-bizzel.de
  • Dortmund Ticket Service, Max-von-der-Grün-Platz 5-6, 44137 Dortmund, mo-sa 10 -18 Uhr, Ticket-Hotline: 0213-18 99 94 44 Email: tickets@dortmund-tourismus.de
  • und in allen anderen bekannten Vorverkaufsstellen.
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