Der Deutsche Wetterdienst warnt in Dortmund vor extrem ergiebigem Dauerregen. © Schaper
Unwetter

Dortmunder Feuerwehr zum Starkregen: „Sekündlich gehen neue Notrufe ein“

Bis zum Nachmittag war man bei der Dortmunder Feuerwehr noch ziemlich entspannt und wähnte sich gut vorbereitet. Dann brachen auch in Dortmund die Wassermassen los.

Update 18.40 Uhr:

„Sekündlich gehen neue Notrufe ein“, berichtet Feuerwehrsprecher André Lüddecke auf Anfrage unserer Redaktion um 17.40 Uhr. Vor allem der Dortmunder Osten sei betroffen. Lüddecke nannte die Stadtteile Husen, Wickede und Asseln. Dort liefen Keller voll. Außerdem sind Straßenzüge überschwemmt, weil Senken überflutet seien Gullis seien teilweise verstopft oder könnten die schieren Wassermassen nicht aufnehmen. „Über 30 Einsätze waren es gerade schon, aber es werden ständig mehr“, sagt der Feuerwehrsprecher. Die Berufsfeuerwehr habe im Dortmunder Osten Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr angefordert, die schon auf den Straßen unterwegs sei. Mittlerweile hat die Feuerwehr über 200 Einsätze gemeldet. Der Notruf war teilweise nicht erreichbar.

Ursprungsmeldung:

Starkregen und Überschwemmungen haben in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch schwere Schäden in Nordrhein-Westfalen zur Folge. In Hagen sind ganze Straßen überflutet, in Altona gab es Erdrutsche und die Stadt Erkrath appelliert an ihre Bürger, nicht zu duschen, um nicht noch mehr Wasser in die überfüllte Kanalisation zu leiten.

In Dortmund gab es bislang zwei Unwetter-Einsätze für die Feuerwehr (Stand 13 Uhr). Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Unwetterwarnung für Dortmund aber noch einmal ausgeweitet. Bei der Dortmunder Feuerwehr blickt man gelassen auf die aktuelle Situation.

Dortmunder Feuerwehr blickt gelassen auf die Wetterlage

„Wir sind alle ganz entspannt“, sagt Feuerwehrsprecher André Lüddecke. Man bereite sind nicht gesondert auf die Wetterlage vor. Auch, weil man nicht absehen könne, wie sie sich in Dortmund entwickle. „Meist sind die Starkregenereignisse sehr punktuell und treten nicht gleichermaßen in NRW auf“, sagt Lüddecke auch mit Blick auf die Unwetterwarnung des DWD.

Feuerwehrsprecher André Lüddecke blickt aktuell noch entspannt auf die Wetterlage. (A)
Feuerwehrsprecher André Lüddecke blickt aktuell noch entspannt auf die Wetterlage. (A) © Peter Bandermann © Peter Bandermann

„Wir behalten das Wetter aber natürlich in der Leitstelle im Blick.“ Sollte sich die Situation verschärfen, könne man jederzeit reagieren, erklärt der Feuerwehrsprecher. Die Fahrzeuge der Feuerwehr seien standardmäßig mit Tauchpumpen und Kettensägen ausgestattet. Außerdem seien bei der Freiwilligen Feuerwehr Hochleistungspumpen gelagert, die 5000 Liter Wasser pro Minute abpumpen könnten, sagt Lüddecke. Weitere Pumpen und Einsatzkräften könnten mit Rückgriff auf die Freiwillige Feuerwehr schnell mobilisiert werden.

„Bislang ist es ein aggressives Abwarten“

„Wir haben in Dortmund täglich 171 Berufs-Feuerwehrleute im Einsatz. Im Bedarfsfall könnten wir etwa die gleiche Zahl über die Freiwillige Feuerwehr mobilisieren“, sagt Lüddecke. Sie könnte man auch in einen Voralarm versetzen. Da die Lage in Dortmund aber noch ruhig sei, habe man diese Option noch nicht gezogen. „Bislang ist es ein aggressives Abwarten, ob etwas passiert“, sagt Lüddecke.

Auch in anderen Städten habe man nicht mit Einsatzkräften und Material der Feuerwehr aushelfen müssen. In Hagen habe der Rettungsdienst aber in Zusammenarbeit mit Dortmunder Hilfsorganisationen bei der Evakuierung eines Altenheimes geholfen.

Über den Autor
Volontär
Als gebürtiger Dortmunder bin ich großer Fan der ehrlich-direkten Ruhrpott-Mentalität. Nach meinem journalistischen Start in der Dortmunder Stadtredaktion, schreibe ich mich gerade als Volontär durch die Redaktionen in der Region.
Zur Autorenseite
Lukas Wittland

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.